Der christlichen Hoffnung ein Zeichen gesetzt

Die gemeinsame Andacht wurde in einem großen Stuhlkreis gefeiert. In der Mitte hatten die Organisatoren ein Art Karte aufgebaut, die das Land Malaysia symbolisierte. (Foto: Koch)

Weltgebetstagsordnung kam in diesem Jahr aus Malaysia / In Rhüden ist die Ökumene sehr vital

Rhüden (JK). Selamat Datang“ – zu Deutsch: „Friede“ und „Willkommen“. Mit diesen fremdländisch klingenden Worten begrüßten sich die Teilnehmer des ökumenisch ausgerichteten Weltgebetstages am vergangenen Freitag. Im Anschluss gab es noch verlockende Leckerbissen in freundschaftlicher Atmosphäre.
„Friede“ und „Willkommen“: Das sind Worte, die auf Frieden, Versöhnung und Gemeinschaft verweisen. Das Vorbereitungsteam aus Malaysia hatte diese Akzente für den weltweiten Gebetstag gesetzt. Auch in Rhüden kamen 40 Männer und Frauen beider Konfessionen im Martin-Luther-Haus zusammen. Mitten im großen Stuhlkreis hatten einige Frauen einen optischen Hingucker aufgebaut, der die beiden zu Malaysia gehörenden Landesteile, die durch eine weite Strecke Ozean getrennt sind, symbolisierten. Leuchtende Kerzen und duftende Blumen rundeten die besondere Atmosphäre.
Fünf Frauen unter der Federführung von Gerda Warnecke und Barbara Kliem übernahmen dann die Lesung der vorbereiteten Texte, die Gemeinde korrespondierte mit passend dazu ausgewählten Liedern. Ingrid und Johannes Koch begleiteten den Gesang auf der Gitarre. In den Texten wurden die sozialen und politischen Probleme von Malaysia auf dem Hintergrund der vorgegebenen Themenstellung reflektiert und in die Koordinaten christlicher Hoffnung eingezeichnet. Dabei trat vor allem der Gedanke in den Vordergrund, dass Politik zwar klare Fakten schafft, dass aber der christliche Glaube sich mit solchen Gegebenheiten nicht fraglos zufrieden gibt. „Ich habe einen Traum“ - diese Parole hat ja schon einmal unsere Welt nachhaltig verändert und – freilich leicht abgewandelt – sogar bei uns das Brandenburger Tor zukunftsweisend geöffnet.
Im Anschluss an die mit großer innerer Anteilnahme erlebten Gebetsstunde tauschten sich die Teilnehmenden bei einem leckeren, wenngleich der aktuellen Fastenzeit angepassten, Mahl über die angeschnittenen Themen aus. Obwohl es in Rhüden keine Evangelische Frauenhilfe auf der einen Seite und kein römisch-katholisches Gotteshaus mehr gibt: die Ökumene ist an der Nette nach wie vor sehr vital.