Die erste Schulstunde war einfach „spektakulos“

Die Klasse 4b begrüßte die neuen Schüler mit einem Tanz.

32 Kinder besuchen jetzt die Grundschule Rhüden /Ältere Schüler heißen die „Neuen“ mit Theaterstück und Tanzvorführung willkommen

O weia! Mimi würde so gern ein Instrument spielen, wenn da doch bloß das lästige Üben nicht wäre. Doch sie hat Glück. Mimi bekommt unerwarteten Besuch. „Spektakulosen“ Besuch, wie der Junge, der aus Mimis Klavier steigt, sagen würde. Es ist Wolfgang Amadeus Mozart und er spielt Klavier wie der Teufel. Er schaut dabei nicht einmal auf die Noten, und alles ist völlig fehlerfrei… scheint, als könnte Mimi noch so manches von ihm Lernen.
Lernen. Das sollen die neuen Schülerinnen und Schüler auch an der Grundschule in Rhüden. Und zwar nicht nur von anderen, sondern auch mit anderen. Und damit das gelingt, müssen die Kinder auch selber lernen wollen. Dafür braucht es Anregungen. Beispielsweise durch Erwachsene oder Gleichaltrige. Das es dafür Begleitung braucht, machte Schulleiter Burkhard Strübig bei seiner Begrüßung deutlich. Er hatte am vergangenen Samstag das Vergnügen, gleich 32 wissbegierige Kinder willkommen zu heißen. Diese gehören ab sofort zu den „Großen“ – denn bald können sie lesen, schreiben und rechnen. Und zum Erwachsenwerden fehlt doch dann eigentlich nicht mehr viel, oder?
Begrüßt wurden die aufgeregten Kinder nicht nur von ihrem Schulleiter, sondern auch von den älteren Schülern. Gemeinsam mit Claudia Schaare hatte die Theater-AGder Klasse 4a ein Theaterstück eingeprobt. Und wie sollte es anders sein:Die Geschichte von Mimi und Mozart fand noch einmal in künstlerischer Form Erwähnung. Dass man in der Schule aber auch tanzen lernen kann, zeigte im Anschluss die 4b.
Und eine kleine Besonderheit gab es bei dieser Einschulung in Rhüden auch: Diese heißt nämlich Amy Dakota Arndt. Sie wurde als Gast in Rhüden eingeschult.Da sie gemeinsam mit ihrer Schausteller-Familie durch das Land reist, wird sie nur für einen kurzen Zeitraum an der Rhüdener Grundschule bleiben. Eines ist jedoch sicher:Ihre Mitschüler bohren ihr bestimmt schon mit lauter Fragen Löcher in den Bauch – ganz schön aufregend!
Genauso „spektakulos“ wie der Besuch des kleinen Mozart in dem Theaterstück, war für die neuen Schülerinnen und Schüler sicher auch ihre erste Schulstunde, die sie nach dem offiziellen Teil erwartete. Und auch wenn der ein oder andere noch so seine Problemchen mit dem Öffnen und Schließen der super modernen Tornister hatte – am Ende haben die ersten Zettel zum Glück doch hereingepasst.