Gelebte Tradition in Rhüden

Der Käse ist angerichtet. (Foto: Koch)

Zum 28. Mal hatten die Natur- und Heimatfreunde zum Käsebrotessen mit abwechslungsreichem Programm eingeladen

90 Mitglieder und Gäste wollten sich das 28. Käsebrotessen der Natur- und Heimatfreunde nicht entgehen lassen. Sie alle wurden vom Vorsitzenden Burkhard Heunecke im Hotel zum Rathaus herzlich begrüßt. Dabei bedankte er sich bei der Abordnung des Vereins für Heimatkunde aus Bockenem und dem Gemischten Chor „Germania“ Rhüden.
Heunecke erläuterte auch den historischen Hintergrund dieser Veranstaltung, die der frühere Heimatpfleger Herbert Timm aus der Taufe gehoben hatte. Damit hatte er einen alten Rhüdener Brauch wieder aufleben lassen: Der Lohn für ein Jahr Arbeit wurde früher zu Martini ausbezahlt und im Zusammenhang damit wurden die Mitarbeiter zu einem damals üblichen Essen eingeladen. Und hier in der Gegend gab es eben den Harzkäse.
Zwar gab es in der jüngeren Vergangenheit schon mehrere Anfragen, ob es nicht auch etwas anderes zu essen geben könnte. Aber bei einer Veranstaltung, die eine Tradition pflegen und wachhalten will, sollte sich nach Ansicht der Natur- und Heimatfreunde auch an die geschichtlichen Vorgaben gehalten werden. Sonst kann das nicht gelingen. Nach einigen Vorträgen des gemischten Chores „Germania“, unter der Leitung von Angelika Minks, verlas der Vorsitzende die „Belehrung durch die Obrigkeit“. Mittlerweile zog auch schon der Geruch der Käse-Spezialitäten durch den Raum und das Käsebrotessen konnte beginnen.
Der Abend wurde mit Beiträgen von Mitgliedern der Natur- und Heimatfreunde, allen voran von Friedrich-Wilhelm Harenberg, bereichert.