Geplante Windkraftanlagen sorgen für Diskussion

Die Oberpanshäuser fürchten – ebenso wie die Einwohner von Carlsfund – um ihre Wohnqualität, wenn es um das Thema Windkraftanlagen geht. Die Ausweisung von Vorrangflächen in diesem Bereich nahe demStadtteil Rhüden hat die Einwohnerschaft mobil gemacht. Am vergangenenFreitag stattete die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Claudia Stolzenburg, den Oberpanshäusern einen Vor-Ort-Termin ab, um mit den Anliegern in den Dialog zu treten.

Claudia Stolzenburg (Bündnis 90 / Die Grünen) informiert sich vor Ort in Oberpanshausen

Rhüden / Oberpanshausen (uk / bo). Die Ausweisung von Vorrangflächen für die Errichtung von Windkraftanlagen beschäftigt seit geraumer Zeit die Anwohner von Ober- und Unterpanshausen. Um die Ortsteile herum hatte der Zweckverband in Braunschweig entsprechend geeignete Flächen ausgemacht. Aus diesem Grund traf sich nunmehr am vergangenen Freitag die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im Seesener Stadtrat, Claudia Stolzenburg, zu einem Vor-Ort-Termin mit den Anliegern. 
Die geplanten Flächen konnten bei einem Blick über die Landschaft sehr gut eingeschätzt werden. Dabei wurde auch die Abstandsbegrenzung von 500 Metern zu den einzelnen Anwesen aufgezeigt.
Die einzelnen Bedenken und Anliegen, wie gesundheitliche Schäden durch Infraschall und Schattenwurf wurden von den Ober- und Unterpanshäusern dargelegt, Ebenso die Bitte, einen Mindestabstand der Windkraftanlagen von 1000 Metern zu gewährleisten, und das durch einen Antrag an den Rat der Stadt, indem der Ortsteil als geschlossenes Wohnbebauungsgebiet anerkannt wird, zu unterstützen. Stolzenburg wies die Anwohner auf die am 4. Juni um18.30 Uhr im Bürgersaal stattfindende Einwohnerversammlung hin. Hier wird der Zweckverband Braunschweig in seiner Eigenschaft als Träger der Regionalplanung informieren.
Dazu die Fraktionsvorsitzende: „Derzeit ermittelt der Zweckverband, ob und inwieweit vorhandene Vorrang­stand­orte erweitert und in welchen Bereichen neue Vorrang- und Eignungsgebiete für die Windenergienutzung – auf möglichst sozial- und umweltverträgliche Weise – ausgewiesen werden können. Von der zirka 20.000 Hektar umfassenden „Potenzialflächenkulisse Windenergienutzung“ sollen die geeignetsten rund 3500 bis 4000 Hektar identifiziert werden.“