Hochwasseropfer spenden selbst

Nach der Flutwelle kam die Welle der Gefühle: Spontanes Waffelessen in der Wilhelm-Busch-Straße in Rhüden (Foto: Koch)

In Rhüden laufen die Hilfsprojekte an / Spontanes „Waffelessen” neben den Sperrmüllbergen

Das Wasser war gerade wieder in sein altes Bett zurückgekehrt und kaum jemand konnte sich vorstellen, dass hier vor wenigen Stunden noch eine Jahrhundertflut getobt hatte.

Allein die imposanten Sperrmüllberge längs der Nette zeugten noch davon. Über die sozialen Netzwerke hatten Klaus Reichardt aus Seesen sowie die Familien Müller und Zielinski aus Rhüden am frühen Sonntagnachmittag zu einem spontanen Waffel-Essen in die Wilhelm-Busch-Straße eingeladen. Rund 100 Bürger fanden sich dann auch dort nach und nach ein und genossen frisch gebackene Waffeln, selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Dabei bot sich während der rund zwei Stunden ausreichend Gelegenheit, sich einmal in „Ruhe“ über das persönliche Ausmaß der Katastrophe auszutauschen.
Die Anwesenden, die ja eigentlich selbst als Opfer erschienen waren, spendeten spontan noch einen Betrag von insgesamt 400 Euro. Die Spenden fließen auf das Konto des Aktionsbündnisses „Rhüdener helfen Rhüdenern“. Dieses Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Rhüden steht jedem für Spenden zur Verfügung und ist erreichbar unter der IBAN DE74 2685 0001 0000 0185 64 bei der Stadtsparkasse Goslar. Wer eine Spendenbescheinigung für den Zweck „Hochwasser 2017“ erhalten möchte, vermerke dies bitte auf der Überweisung mit dem Stichwort „Quittung“.