Hoffest endet erst im Mondenschein

Bei sommerlichem Wetter hatten einige auch draußen Platz genommen.

Traditionsveranstaltung der Natur- und Heimatfreunde bei Harenbergs

Am vergangenen Samstag hatte der Vorstand der Natur- und Heimatfreunde Rhüden unter Vorsitz von Burkhard Heunecke zu seinem traditionellen Sommerfest auf dem Hof von Heiner Harenberg eingeladen. Rund 100 Vereinsmitglieder waren der Einladung sehr gern gefolgt, unter ihnen selbstverständlich auch Ortsbürgermeisterin Irene Pülm. In seiner Begrüßung dankte Heunecke zunächst den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die ein weiteres Mal für das passende Ambiente sowie für die Erfüllung der zahlreichen logistischen Maßnahmen gesorgt hatten.

Anschließend drückte er seine Freude über das angenehme Sommerwetter aus und erinnerte noch einmal an das buchstäblich ins Wasser gefallene Museumsfest im September. Da er die hungrigen Gäste nicht länger vom leckeren Grillgut fernhalten wollte, fasste er sich kurz. Es seien noch einige Plätze für die Fahrt nach Kassel am 28. Juli frei. Dies gelte auch für die Drei-Tage-Fahrt im September. Zum Schluss erklärte er die Grillfete dann für eröffnet.
Einige Vereinsmitglieder hatten dazu noch leckere, selbst gemachte Salate beigesteuert. Und so genossen die Anwesenden die schmackhaften Sommerkreationen nach Herzens- und nach Leibeslust. Da der Verein der Natur- und Heimatfreunde auch einen Kulturauftrag hat, sollte mit der gehobenen Esskultur noch nicht der letzte Akzent beim Fest gesetzt sein. Vielmehr trug Friedrich-Wilhelm Harenberg in seiner unnachahmlichen Mischung von gewitztem Humor und kühlem Charme wundersame Anekdoten auf Rhüdener Platt vor. Reichlich Beifall war dabei schon ebenso programmiert wie herzliches Lachen an allen Tischen.
Die Stunden danach waren geprägt von einer Stimmung, die so nur „üppn dörpe“ (auf dem Dorfe), namentlich in Rhüden, erlebt und erzeugt werden kann, eine Mischung aus familiärer Vertrautheit, ohne dabei aber kumpelhaft die Grenze der Würde und der Wertschätzung zu überschreiten.
Die Natur- und Heimatfreunde haben bekanntlich im Rahmen ihres historischen Käsebrot-Essens im November des vergangenen Jahres ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der Verein, der aktuell rund 250 Mitglieder zählt, hat in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Beschilderung wichtiger Stätten und Gebäude im Ort durchgeführt und das Heimatmuseum zu einem wahren Schmuckstück Rhüdener Geschichte aufgewertet. Dieses kann übrigens außerhalb der Ferien an allen Sonntagen in der Zeit von 10.30 bis 12 Uhr besichtigt werden. Zusätzlich lädt der Verein alle Interessierten (nicht nur Vereinsmitglieder) zu seinen Monatsversammlungen im Haus der Vereine ein. Dr. Andreas Wallbrecht, Telefon (05371) 3014, hat übrigens den Verein zu einer interessanten Veranstaltung zur Rechtsgeschichte in Niedersachsen ins Museum nach Gifhorn eingeladen. Dabei findet auch der letzte Scharfrichter Christian Schwartz aus Lamspringe besondere Berücksichtigung.
Mittlerweile war der Stundenzeiger auf Mitternacht vorgerückt. Damit war das eingespielte Ende der rundum gelungenen Veranstaltung erreicht. Im zarten Schein der Mondsichel, die die nahende Ernte ankündigte, hatten alle Festgäste dann sicher nach Hause gefunden.