Hunde und Halter zeigen ihr Können

Bei der Ortsgruppenprüfung hatten Hunde und Halter so manche knifflige Aufgabe zu erledigen.

Acht Teilnehmer und ihre Vierbeiner stellen sich Ortsgruppenprüfung

Für acht Hundeführer und deren vierbeinigen Partner galt es jüngst wieder ihr Können unter Beweis zu stellen. Bei der Ortsgruppenprüfung beim Hundeverein Rhüden war nicht nur im Zuge der theoretischen Prüfung reichlich Wissen gefragt, sondern auch der praktische Teil hatte es in sich.
Der theoretische Teil musste an diesem Tag von Christin Jänisch und Rudolf Zmarsly absolviert werden, was beide auch mit Bravour erledigten. Im Anschluss daran folgte die so genannten Begleithundeprüfung (BH), die den ersten Schritt in der Ausbildung des Hundes darstellt und gleichzeitig den Einstieg in die vielfältige Welt des Hundesports bildet.


Hundesport bietet
vielfältige Möglichkeiten

Bei der BH galt es an verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Umwelteinflüssen unter Beweis zu stellen, dass die Hunde über einen guten Grundgehorsam verfügen und verschiedene Aufgaben bewältigen können. Dies erfolgt mal mit und mal ohne Leine. Diesen Aufgaben stellten sich Amanda Laschak mit „Snickers“ und Marita Gretz mit ihren Hund „Armani“. Die beiden Hundehalterinnen und ihre Tiere wurden im Vorfeld der Prüfung sehr gut ausgebildet und vorbereitet, so dass am Ende beide ohne Probleme bestanden haben.
Im Anschluss an diese Prüfung zeigten die Schutzhunde ihr Können. Dieser Bereich des Hundesports unterteilt sich in drei Abteilungen: die Fährtensuche (A), Unterordnung (B) und den Schutzdienst (C).
Bei der Fährtensuche muss der Hund eine im Vorfeld gelegte Fährte absuchen. Der Hund orientiert sich dabei nicht an den einzelnen Fußabdrücken, sondern an den dadurch entstehenden Veränderungen und Düften des Untergrunds. Dabei kann sich der Hund auf seine hervorragende Nase verlassen die über rund 250 Millionen Riechzellen verfügt. Übrigens: Hunde, die eine Fährte sauber absuchen, erkennt man in der Regel daran, dass sie eine schöne dreckige Nase haben.
Zusätzlich wurden auf der Fährte zwischendurch immer mal wieder einige Gegenstände platziert, die der Hund dadurch anzeigt, dass es dort bis zum Eintreffen seines Hundeführers verweilt. Für den Hund bietet das im Übrigen auch die Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause.
In der Einzeldisziplin der Fährtenhundeprüfung (FPR 1) ging Katharina Neth mit ihrer Hündin „Brisby“ an den Start. Leider konnten die beiden die Prüfung an diesem Tag nicht beenden.
In der FPR 3 startete Anika Koppe mit „Caya“. Sie erreicht mit 88 von 100 Punkten das beste Ergebnis an diesem Prüfungstag.

Grundgehorsam bildet Grundlage der Prüfungen

In der Disziplin Unterordnung müssen die Teilnehmer und ihre Hunde ähnlich wie in der Begleithundeprüfung den Grundgehorsam mit oder ohne Leine demonstrierten. Hinzu kommt hier noch das Apportieren von speziellen Bringhölzern. Eine besondere Belastungsprobe wird in diesem Zusammenhang mittels einer Schreckschusspistole hinzugefügt. Die Schüsse sollen zeigen wie gut das Nervenkostüm der jeweiligen Vierbeiner entwickelt ist.

Hunde werden
nicht „scharf“ gemacht

Die dritte Disziplin Schutzdienst dreht sich im Kern darum, dass der Hund aus der Nähe und der Distanz Verstecke kontrollieren muss. Wenn er den Bösewicht ausfindig gemacht hat, muss er ihn stellen und bewachen. Zudem muss er auch seine mögliche Flucht vereiteln.
Zum Schutz trägt der Bösewicht (Schutzdiensthelfer) natürlich eine spezielle Schutzkleidung. Der Hund wird in solchen Fällen also auch nicht den Menschen angreifen, sondern er ist ganz klar auf seine Beute fixiert. Im Fall der Schutzdienstprüfung handelt es sich dabei um einen Beißärmel. Sollte sich ein Mensch ohne die entsprechende Schutzkleidung als Schutzdiensthelfer in einem der Verstecke niederlassen, so würde ein gut ausgebildeter Hund kurz nach schauen, ob er seinen Ärmel nicht doch irgendwo finden kann. Ist diese nicht der Fall zieht der Hund weiter.
Bei dieser Prüfung geht es nicht darum den Hund „scharf“ zu machen, sondern es geht um den Beutetrieb.
In der IPO 2 führte Angela Dalge ihren Hund „Odin“. In allen Bereichen konnte sie sehr gute Noten erlangen. Am Ende erreichte sie eine Gesamtpunktzahl von 266 Punkten. Die Höchstpunktzahl liegt bei 300.
In der IPO 3 zeigte Peter Schönwälder mit seiner Hündin „Ayla“ mit 249 Punkten ebenfalls eine gute Leistung.
Die Prüfungen wurden alle von Leistungsrichter Volker Behrens, der nicht nur sehr fair und verständnisvoll wertete, sondern den Teilnehmern am Ende auch noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg gab.
An dieser Stelle möchte der Hundeverein noch darauf hinweisen, dass seit Sonnabend, 21. März, jeweils zu den Trainingszeiten (einzusehen im Internet unter www.hundeverein-rhueden.de) Strauch- und Baumschnitt für das Osterfeuer auf dem Karl-Rühmann-Platz angeliefert werden kann.