Kegelclub „Klein Holz“ feiert 50. Jubiläum

Die sechs aktuellen Mitglieder. (Hinten) Karl-Heinz Warnecke, Karl-Heinz Behrens, Erich Runge, (vorn): Günter Gruhn und Herbert Grimpe, im Vordergrund Karl-Heinz Pülm. (Foto: Koch)

Feier fand im Vereinslokal Hotel „Zum Rathaus“ statt / Nur noch sechs aktive Mitglieder

Rhüden (JK). Am vergangenen Freitag feierten die sechs noblen Herren vom Kegelklub „Klein Holz“ in ihrem langjährigen Vereinslokal, dem Hotel „Zum Rathaus“, das 50-jährige Bestehen ihres Freizeit-Vereins. Dabei blickte Herbert Grimpe mit einer sehr gern gehörten Festrede nach dem Jubiläums-Kegeln im Beisein der Ehefrauen auf die interessante Vereinsgeschichte zurück.
Kegelbruder Herbert Grimpe hatte sich nach seinem frühen Beitritt zu diesem bis heute agilen Freundeskreis offenbar gezielte Notizen angefertigt. Denn nur so ist es zu erklären, dass er die wichtigen Details der durch stets gutes Zusammensein geprägten Formation präzise benennen konnte. Dabei erinnerte er daran, dass Karl-Heinz Pülm und Erich Runge seinerzeit den Klub gegründet hatten. Die Ehefrauen der beiden, die sich gemeinsam mit ihren Männern übrigens bester Gesundheit erfreuen können, hatten ihr persönliches Outfit im Vorfeld des schönen Abends entsprechend aufgebessert.
Herbert Grimpe berichtete dann von gemeinsamen Fahrten, dorf-internen Meisterschaften sowie weiteren, die Gemeinschaft fördernden Begegnungen. Am Rande sei noch angemerkt, dass es zu Gründerzeiten keine vollautomatischen Kegelbahnen gab, sondern ein Ball-Junge die erfolgreich umgeschmissenen Kegel während der langen Kegelabende unermüdlich aufzustellen hatte. „Klein Holz“ hatte das Glück, damals Otto Runge und Udo Kramer zu den verbandelten Verbündeten zu haben. Zwar war damals klar: Essen und Trinken wurden vom Lokal gestellt, aber die damals zarten Teenager mussten sich zuhause bestimmt manche gute Ausrede einfallen lassen, um an den zweiwöchentlichen Kegelabenden wieder einmal – eventuell zu Lasten der noch ausstehenden Hausaufgaben – vor Ort präsent zu sein.
Im Nachgang gibt es aus Sicht freier Berichterstattung noch eine kleine Kuriosität am Rande: Der Kegel-Club „Klein Holz“ gab sich seinerzeit diesen Namen, um sich von den zahlreichen anderen Kegelvereinen klar abzuheben. Diese nämlich hießen etwa „Runde Kugel“ oder „Gut Dreh“ und deren sonore Trinksprüche lauteten stets „Gut Holz“. Was die Mannen um Rekordmeister Karl-Heinz Pülm und seine quirligen Kegler damals offenbar zukunftsweisend übersehen hatten, ist der Umstand, dass ein Verein mit dem Namen „Klein Holz“ seine Aktivitäten im ehemaligen „Groß Rhüden“ entfaltete. Aber zum Glück hat das niemand moniert und niemand beanstandet.
Natürlich stand am Jubiläums-Abend noch eine Frage auf der Agenda, die wohl derzeit alle plagt, die gemeinschaftlich und sichtbar in Vereinen und Verbänden unterwegs sind: Der Kegelklub umfasst derzeit nur noch ganze sechs Aktive. Eine mögliche Lösung dieses Personalproblems könnte ja in einem Zusammenschluss mit anderen Vereinen liegen. Gesangsvereine haben es ja in jüngerer Vergangenheit ja relativ zufriedenstellend vorgemacht. Aber ob sie damit bis hinein in private Freundschaften wirklich zufrieden sind, bleibt dahin gestellt.