Nach der Flut kam die große Welle der Hilfsbereitschaft

Ein Foto mit Sinnbildcharakter: das überlaufende Stau-Wehr vor den Toren Rhüdens. (Foto: Koch)

Spendenaktion des Aktionsbündnisses „Rhüdener helfen Rhüdenern“ ist nunmehr abgeschlossen

Nach der großen Jahrhundert-Flut im Juli dieses Jahres schwappte eine große Welle der Hilfsbereitschaft über den arg geschüttelten Ort Rhüden hinweg. Angefangen von der spontanen Hilfe quer über den Gartenzaun bis zum rastlosen Einsatz der Hilfskräfte und der Landwirte: alle verfügbaren Kräfte gingen bisweilen an ihr äußerstes Limit.
Parallel dazu startete das Aktionsbündnis „Rhüdener helfen Rhüdenern“ eine breit angelegte Spendenaktion. Es gab eine Reihe von Spendendosen, die quer durch das Stadtgebiet, namentlich in Firmen und Geschäften aufgestellt worden waren. Hinzu kamen gezielte Einzelaktionen von Menschen, die sich mit dem Ort stark identifizieren. Dabei gingen einige Bürger sogar von Haus zu Haus und baten um Spenden. Hinzu kamen auch Material-Spenden von einigen Seesener Geschäftsleuten. Nicht zuletzt eigens angesetzte Benefiz-Veranstaltungen rundeten das Bild der Solidarität ab.
In der Summe kamen zusammen mit den zahlreichen Einzelspenden insgesamt 78.200 Euro zusammen. Eine unglaubliche Zahl, die zu allergrößter Dankbarkeit Anlass gibt. Das Aktionsbündnis hatte dann die äußerst diffizile Aufgabe, die Spenden an die Empfänger durchzustellen. Dazu hatte das Aktionsbündnis an alle Haushalte im Hochwasser-Gebiet Anträge verteilt, um die Schäden dokumentieren und bewerten zu können.
Auf mehreren längeren Sitzungen kam das Aktionsbündnis dann schließlich zu folgendem Verteil-Modus: Jeder Antrag wurde mit einem Sockelbetrag von 350,00 Euro bedacht. Anträge, aus denen eine besondere Härte hervorging, wie etwa mangelhafte oder fehlende Elementarversicherung, wurden zusätzlich mit einem Betrag von 510,00 Euro beschieden. Das Aktionsbündnis folgte dabei der Erkenntnis, dass sehr viele Haushalte erstmalig vom Hochwasser betroffen waren.
In diesen Tagen werden die Verrechnungs-Schecks persönlich in die Häuser gebracht und gegen Empfangs-Quittung übergeben. Damit kann die Spendenaktion nunmehr abgeschlossen werden. Das Aktionsbündnis weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die ausgegebenen Gelder aus Spendenmitteln bestehen, auf die keinerlei Rechtsanspruch besteht.