Rhüdener Weihnachtsmarkt steigerte die Vorfreude erheblich

Fröhliche Gesichter auf dem Rhüdener Weihnachstmarkt 2010.
 
Die Gemeinde bei der Andacht. (Foto: Koch)

Hunderte von Besuchern waren gern dabei / Christkind sorgt für Bescherung

Trotz eher widrigen Witterungsbedingungen geriet die Wiederauflage einer mittlerweile festen Rhüdener Tradition erneut zu einem vollen Erfolg. Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt.

Rhüden (JK). Gut 800 Besucher aus Rhüden sowie der näheren Umgebung ließen sich das herrliche Ambiente im Schatten der Rhüdener St.-Martini-Kirche ein weiteres Mal nicht entgehen. Bereits um 14 Uhr versammelten sich rund 250 Rhüdener, darunter auch die Ortsbürgermeisterin Irene Pülm, um die musikalische Andacht in der Kirche auszugestalten und zu genießen. Nacheinander präsentierten der Kinderchor (Leitung: Ingrid Koch), der Jugendchor (Leitung: Claudia Schaare) der Kirchenchor (Leitung: Hans Binder) ein adventlich-weihnachtliches Hörerlebnis der gehobenen Art. Aber auch der Gemischte Chor unter der Leitung von Angelika Minks begeisterte das Publikum ebenso nachhaltig wie der Männergesangverein unter der Federführung von Walter Fuchs.
Alsdann entspann sich in und vor den rund 20 munteren Holzhütten, die zuvor durch die „Betreibenden“ liebevoll dekoriert worden waren, ein fröhliches Markttreiben, das seinesgleichen vermutlich auf weiter Flur vergeblich sucht. Denn das ist bestimmt das klare Erfolgsrezept des Rhüdener Weihnachtsmarktes: Wer an eine der Hütten tritt, schaut in die Augen von Bekannten. In allen Hütten nämlich waren Menschen aus dem Ort engagiert!
Die Liste der Markttreibenden weist durchweg ortsbekannte Vereine und Verbände sowie Kleinkünstler auf. Die außerordentlich gut besuchte Kaffeetafel im kuschelig-warmen Martin-Luther-Haus wurde beispielsweise durch den Radfahrverein „Pfeil“ ausgerichtet. Die passende Tafelmusik wurde von der Flötengruppe des Musikvereins unter der Regie von Katja Hencken dargeboten. Den sanitären Dienst hatte Doris Schrader in hervorragender Qualität ausgeführt. Draußen sorgten das DRK, die Jugendfeuerwehr, der Verein für Deutsche Schäferhunde und der FC Rot-Weiß Rhüden – übrigens auch wieder mit seiner Damen-Mannschaft – mit fantasievollen kulinarischen Kreationen für das leibliche Wohl der Gäste. Die drei Glühweinstände wurden in diesem Jahr durch die Badminton-Abteilung des TSV, das Aktionsbündnis „Rhüdener helfen Rhüdenern“ sowie durch die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde betreut. Als Kleinkünstler machten sich Alfred und Christa Broszeit, Daniela Richter, Nadine Klusmann, Margot Reinecke und Werner Klauke verdient.
Besonders hervorzuheben sind zwei Initiativen des diesjährigen Weihnachtsmarktes: Zum einen betrifft es die Hütte, bei der es wiederum die leckersten Fischbrötchen zu ergattern gab. Diesen Stand bediente der Gemischte Chor „Germania“. Zum andern betrifft dies einen weiteren Stand des Aktionsbündnisses, bei dem leckerer Pfefferbraten im Brötchen kredenzt wurde. Das Standpersonal bestand aus den Wirtsleuten des Rhüdener „Kammerkrugs“, mithin aus Werner Matthias und Brigitte Großmann. Beide hatten sich im Vorfeld des Marktes bereiterklärt, ihr Know-how, die Waren sowie die Arbeitszeit zugunsten dieses Aktionsbündnisses einzubringen.
Nachdem um 17 Uhr das Christkind (Alexandra Geisler mit Engel Laura Bobon) die vielen Kinder mit Schokoladen-Weihnachtsmännern beschenkt hatte, blies der Musikverein unter der Federführung von Karl-Heinz Flügge noch die mit sehr viel Aufmerksamkeit verfolgte Kurrende.
Was dann noch bis kurz nach Mitternacht geschah, muss wohl nur denjenigen berichtet werden, die sich in Rhüden noch nicht so recht auskennen. Die Heizbirnen glühten, Menschen, die sich oft ur-lange nicht mehr gesehen hatten, rückten einander näher – kurz: Es entstand diese nicht näher beschreibbare Atmosphäre von gegenseitiger Neugier und beschwingter Achtung, die ein absolut friedliches Miteinander eben so reizvoll macht.
Auch insofern wertete der verantwortliche Kirchenvorstand den jüngsten Weihnachtsmarkt als einen richtig guten Erfolg. Kirchliche Veranstaltungen der Gegenwart sollten – so Kirchenvorstandsmitglied Burkhard Heunecke – auf jeden Fall von zwei Faktoren geprägt sein: engagierter Bürgernähe und friedvoller Gemeinsamkeit. Da beide Faktoren einmal mehr in bester Form gegeben waren, steht einer Wiederauflage am 10. Dezember 2011 nichts im Wege.