Rhüdens Grundschüler besichtigen das ‘phaeno’

Die beiden dritten Klassen der Grundschule Rhüden während ihres Besuches in Wolfsburg.

Drittklässer unternehmen Ausflug nach Wolfsburg / Expermentierlandschaft begeister die ABC-Schützen

Rhüden (bo). Am vergangenen Donnerstag unternahmen die beiden dritten Klassen der Grundschule Rhüden einen Ausflug per Bahn ins ‚phaeno’ nach Wolfsburg. Nach den Worten von Burkhard Strübig, Schulleiter und mitreisender Klassenlehrer der 3a, „lässt sich das Thema ‚Natur und Technik’, das Teil des Schulprogramms ist, wohl kaum anschaulicher als dort darstellen“. Eine Experimentierlandschaft mit über 350 Experimentierstationen lädt ein zum Ausprobieren, Enträtseln oder sich auf faszinierende Kunstwerke einzulassen.
„Was fandest du denn am besten?“ So wurden die Drittklässler auf der Rückfahrt gefragt. Spontan kam am häufigsten die Antwort: „Alles!“ Beim zweiten Nachdenken nannten viele Jungen den Feuertornado und den (menschlichen) Roboter, den Mädchen fielen das schiefe Haus und das sich drehende Haus ein. Allen Kindern war die Zeit im ‚phaeno’ viel zu schnell vergangen, denn ständig boten sich neue (Spiel-)Stationen, die es zu erobern galt.
Immerhin haben alle Drittklässler während ihrer Schulzeit genügend Lese- und andere Kompetenzen erworben, um sich in dem groß angelegten Raum sicher zurecht zu finden.
Die Architektur des im November 2005 eröffneten Bauwerks macht ein verloren gehen nahezu unmöglich, so konnte sich jeder frei von einer Station zur nächsten bewegen und dennoch den Kontakt zu seiner Klasse behalten. Jedes Kind konnte in seinem ganz eigenen Tempo bestimmen, wie lange es bei einer Station verweilen wollte. Tatsächlich gab es einen Jungen, der den ganzen Tag fasziniert (nur) bei der Kugelbahn zugebracht hat, während andere Kinder stolz behaupteten, ‚alles’ ausprobiert zu haben.
Manch einer probierte einfach aus und beobachtete, was geschah. Andere lasen zunächst, was jeweils bei einer Station zu machen war. Wer beim Ausprobieren und Beobachten neugierig wurde auf das Wissen ,auf das ‚Know-how’, der konnte an der entsprechenden Schautafel die genaue Erklärung dazu lesen. Plötzlich konnte jeder zum ‚Experten’ werden und anderen eine Station erklären, manchmal reichte es auch aus, staunend ein Experiment gemeinsam wahrzunehmen. Für manche Stationen musste man regelrecht wenigstens einen Partner haben, damit das Experiment gelingt. Hier war Anfassen erwünscht und nicht verboten, es gab auch kein ‚ihr seid zu laut’. Während des etwa dreieinhalbstündigen Aufenthaltes im ‚phaeno’ beschäftigten sich die Schüler mit Naturphänomenen, den Bereichen Optik, Akustik, Bewegung und den Sinnen. Jeder Schüler vermittelte anschließend den Eindruck eines erfolgreich genutzten Besuchs, auch die Lehrkräfte hatte man an manchem Hebel ziehen und manchen Knopf drücken gesehen.
Dank der finanziellen Unterstützung durch den schuleigenen Förderkreis konnte der Fahrtpreis für jeden Schüler auf ein bezahlbares Maß gesenkt werden, eine weitere praktische Unterstützung bei der Durchführung der Fahrt übernahmen zwei als Begleitung mitfahrende Elternteile.