Rowdies stören erneut die Oldie-Night

Gutes Wetter begleitet die Veranstaltung / DJ-Team verabschiedet sich

Erneut stieg jetzt die Oldie-Night auf der ehemaligen Liegewiese des Rhüdener Freibades. Mit von der Partie waren – wenngleich leider zum letzten Mal – die beiden DJs Heino (Jürgens) und Andy (Kraus). Nach immerhin 10 Jahren und damit nach 20 Veranstaltungen im Freibad gaben sie sich noch einmal alle Mühe und bedienten das überwiegend jugendliche Publikum mit frischer Musik, die auch zu quirligem Tanz einlud.

Petrus hat gutes
Wetter spendiert

Petrus hatte sich einen der besten Sommerabende dieses Jahres offenbar genau für diesen Tag aufgehoben. Denn bei zwar leider schon etwas herbstlich anmutenden Nachttemperaturen unter sternklarem Himmel war es ohne Probleme möglich, die beiden Schwedenfeuer im Schein der langsam aufziehenden Mondsichel zu entfachen und nach und nach zu wärmenden Lagerfeuern auszugestalten. Denn es war mittlerweile windstill geworden.
Gut Wetter vor der Bühne hieß in diesem Fall aber leider nicht gut Wetter auf der Bühne. Denn unter die sehr gute Feststimmung der zahlreichen Fans dieser Freiluft-Veranstaltung mischte sich mit Vorrücken des Uhrzeigers nach und nach die aufkeimende Melancholie der beiden Top-Scorer hinter den Mischpulten auf der Bühne. Es ist für niemanden leicht, seinen eigenen Abschied selbst zu gestalten. Und das ist auch durchaus ungewöhnlich, dies tun zu müssen. Denn bei Vereinen und Verbänden übernehmen diese Aufgabe die Vorstände; und die Scheidenden werden mit Plaketten und Medaillen sowie floristischen Gebinden geehrt.

KKR arbeitet seit 25 Jahren ohne Vorstand

Das Konzert-Komitee-Rhüden (KKR) arbeitet seit Gründung vor rund 25 Jahren jedoch als gemeinsames Team – und ohne Vorstand. Daher stand auch niemand auf dem Siegertreppchen, um olympische Medaillen zu überreichen und Festreden zu schwingen. Indes: etwas gab es dann zu vorgerückter Stunde doch noch. Die ausgelassen Feiernden zollten „standing ovations“, als sie bemerkten, dass sich die Party ihrem sicheren Ende zuneigte. Dies wiederum beeindruckte die beiden Tonarm-Künstler derart, dass sie ihre Ehefrauen baten, für den Fall der Fälle Papiertaschentücher bereit zu stellen.

Erneut Randale bei der Oldie-Night

Anlass zum Heulen bot indes ein ganz anderer Umstand, der wohl immer wieder den Polizeibericht des darauffolgenden Montags spicken wird. Aus dem Dunkel des Nichts tauchen regelmäßig – oft zu vorgerückter Stunde – wildfremde Gestalten auf, die die absolut friedliche Ausrichtung der Feiern im Freibad zielgerichtet stören. Und dann wiederholt sich – trotz der sehr lobenswerten Arbeit der Security – der gleiche, blöde Ablauf: DRK und Polizei müssen dann doch noch rettend eingreifen. Die tatsächlichen Schäden sind zwar im deutlich unteren Segment einzustufen, aber die Tatsache, dass es überhaupt so weit kommt, wiegt im Grundsatz schwerer. Natürlich hielten die Mitarbeitenden nach dem Fest noch eine kritische Ausschau auf die kommende Saison. Alle waren sich darin einig, dass die Reihe der Veranstaltungen fortgesetzt werden wird. Wer dabei allerdings die Musik spielen wird, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand beantworten. Aber alle waren sich darin sicher, dass sich auch hier eine positive Lösung eröffnen wird.

Flaschenbier
kam sehr gut an

Und noch eins war für das Team deutlich: Die Umstellung von Fass-Bier auf Flaschen-Bier hat sehr zum entspannten Arbeiten des gesamten Stabes beigetragen. Natürlich blieb von Seiten des Publikums die von vorneherein zu erwartende Kritik nicht aus. Aber spätestens nach dem zweiten auf den Punkt gekühlten Pilsener ebbte sie dann deutlich ab.