Seniorenfreizeit der Propstei führte wieder an die Ostsee

Die Gruppe vor der Seebrücke in Sellin. (Foto: Koch)
 
Die Leuchttürme von Kap Arkona. (Foto: Koch)

Unbeschwerte Tage im Vier-Sterne-Hotel „Aquamaris“

Seit über 20 Jahren gibt es sie: die Seniorenfreizeit der eangelisch.-lutherischen Propstei Seesen. Als „Gemeinde auf Zeit“ treffen sich hier ältere Menschen aus den Gemeinden der Propstei, um in entspannter Atmosphäre, angenehm komfortabler Unterkunft sowie bester Verpflegung die sie umgebende Landschaft zu genießen und bei den Exkursionen die Natur sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In diesem Jahr ging es im September auf die sonnenumwobene Insel Rügen.

Rhüden (JK). Natürlich ist eine solche Freizeit auch immer eine Frage des Geldes. Hier jedoch hat die Propstei bereits seit nunmehr sechs Jahren die Weichen in die richtige Richtung stellen können. Seit Gründung der Stiftung „Kirche in unserer Zeit“ im November 2004 hat sie mit Unterstützung des Kuratoriumsmitglieds Harald Dörschel erneut dafür sorgen können, dass der Preis durchaus bezahlbar gehalten werden konnte.
Auf dieses freundliche Angebot haben sich in diesem Jahr 30 Seniorinnen und Senioren eingelassen. Ein Schritt, den niemand von ihnen bereut hat. Ganz im Gegenteil. Zu einem absolut seniorengerechten Preis führte die quirlige Reise diesmal in das Vier-Sterne-Haus „Aquamaris“, direkt an der Strandpromenade von Juliusruh auf der Insel Rügen gelegen. Nicht nur die bevorzugte Lage des Hauses, die dafür sorgte, dass die Teilnehmenden des Nachts durch das leise Rauschen der Wellen in den erholsamen Schlaf fanden, sondern auch das sehr aufmerksame und freundliche Personal trugen neben der exzellenten Küche erheblich dazu bei, dass auch diese Freizeit zu dem werden konnte, was der Sinn einer solchen Freizeit ist: Erholung im zugewandten Umfeld.
Das aber ist nur die eine Seite der Medaille, denn diese Vorzüge und Annehmlichkeiten lassen sich unschwer auch auf einer Individualreise erleben. Eine kirchliche Freizeit dagegen möchte noch mehr bieten. Zum einen betrifft dies die Gemeinschaft untereinander. Sie wird nicht unerheblich dadurch gefördert, dass die Teilnehmenden auch gefordert werden. Damit ist zunächst das Tagesprogramm angesprochen. Nach einem leckeren und vor allem ausgiebigen Frühstück wurde ein ansprechendes Tagesprogramm geboten. Dies bestand aus beinahe täglichen Ausfahrten in die nähere oder weitere Umgebung. Doch damit nicht genug. Es wurden zum anderen auch kirchliche Aspekte von Gemeinschaft gefördert. Diese bestanden in den alltäglichen Morgenandachten sowie den sonntäglichen Gottesdienstbesuchen.
Zunächst einige Impressionen zu den Ausfahrten. Bereits im Vorfeld hatte es ein Kennenlern-Treffen im August gegeben. Während einer Halbtagsfahrt in den noch sehr sommerlichen Harz an den Oker Stausee hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, erste Kontakte untereinander aufzunehmen. Dabei mundeten Kaffee und Kuchen sowie gigantische Windbeutel prächtig. Die Anreise nach Rügen erfolgte dann wenige Tage später in einem Komfort-Reise-Bus eines örtlichen Busunternehmern über die Hansestädte Hamburg, Rostock und Wismar direkt ins Hotel.
An den folgenden Tagen wartete dann ein abwechslungsreiches Tagesprogramm auf die mittlerweile akklimatisierten Teilnehmenden. Dabei standen vor allem die traditionsreichen Ostseebäder Göhren, Sellin und Binz im Vordergrund. Aber auch das Kap Arkona mit seinem Fischerdörfchen Vitt überzeugte die Reisegruppe ebenso wie die Bootsfahrten nach Hiddensee und von Saßnitz aus zu den berühmten Kreidefelsen. Schließlich bot auch Putbus mit seinen weit ausladenden Parkanlagen und unglaublichen Baumbeständen Anlass genug, die Seele im warmen Sonnenscheine einmal so richtig baumeln zu lassen.
Zum Verarbeiten und zum gegenseitigen Austausch über die tagsüber erlebten Eindrücke blieb allabendlich nach einem opulent und ansprechend ausgerichtetem Themen-Buffet noch genügend Zeit. Denn danach erst wurden die Karten noch einmal richtig gemischt. Die Rede ist von den die Gemeinschaft deutlich stärkenden Spielabenden, die so manche Nachteule daran hinderte, frühzeitig zu Bett zu gehen.
Die Reisegruppe nahm an den beiden Sonntagen am Gemeindegottesdienst in der Kirche im beschaulichen Dörfchen Altenkirchen teil. Die ansprechende Predigt des Landesbischofs am ersten Sonntag sowie die exzellente Kirchenmusik beeindruckten die gesamte Reisgesellschaft.
Die vielen positiven Emotionen bahnten sich dann bei dem die Freizeit abschließenden „Bunten Abend“ ihre Bahn. Muntere Sketche und humorvolle Geschichten aus dem Kreis der Teilnehmenden rundeten die fröhlichen Tage angemessen ab. Dass bei so viel Lebendigkeit auch noch das Wetter bis auf einen halben Regentag mitgespielt hatte, war eine besondere Freude für alle. Wohin es im nächsten Jahr geht, steht indessen jetzt noch nicht ganz fest.