Spargelfahrt ins Land des Till Eulenspiegels

Einen interessanten Spaziergang durch Schöppenstedt bescherte Till Eulenspiegel den Mitgliedern des Rhüdener Sozialverbandes.

Bessere Bedingungen hätten sich die Mitglieder des SoVD-Ortsverbandes Rhüden nicht wünschen können

Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen waren hervorragende Begleiter der Reisegruppe des SoVD-Ortsverbandes Rhüden auf der Reise zum „Dörflichen Spargelessen im Lande Till Eulenspiegels“.

Nach dem Eintreffen beim Landgasthaus „Zur Post“ in Berklingen wurde zunächst das edle Gemüse verspeist. Nach Ende der gar köstlichen Mahlzeit drängte dann aber schon die Zeit, da im nahe gelegenen Schöppenstedt Till Eulenspiegel wartete, um dort über seine Streiche als Schalk zu berichten.
Der trotz seines Geburtsjahrhunderts um 1300 recht munter und lebendig wirkende Till Eulenspiegel mit seiner bunten Zatteltracht, den spitzen hochgebogenen Schnabelschuhen und der Kappe, die ihm in einer späteren Generation verliehen wurde, plauderte spannend über seine Vergangenheit, so dass man sich gut in die damalige Zeit zurückversetzen konnte.
Es waren nicht nur die Streiche, die er der damaligen Obrigkeit gespielt hatte, über die er berichtete, sondern er verstand es auch vortrefflich, seinen Zuhörern Sitten und Gebräuche aus dieser Zeit nahe zu bringen.
Im Rahmen des Spazierganges wurde immer wieder an angebrachten Tafeln, die zur Installation „Schöppenstedt als Buch“ auf Till Eulenspiegels Spuren gehören und entsprechende Begebenheiten ausweisen, Halt gemacht und diese erläutert.
So erfuhr die Rhüdener Reisegruppe auch eine ganze Menge über den Ursprung von geflügelten Wörtern. Auch die Geschichte von Schöppenstedt und Umgebung wurde ausführlich beleuchtet, so zum Beispiel auch, dass der prägnante schiefe Turm von Schöppenstedt seinerzeit wohl durch Gewalteinwirkung beim Abgrasen des Bewuchses durch einen Bullen entstanden sein soll. Später wurde dieser Turm dann allerdings komplett erneuert, aber der Neubau aus Attraktivitätsgründen wieder schief erstellt.
Die Zeit des Spazierganges verging dank der kurzweiligen Schilderungen Till Eulenspiegels wie im Fluge.
Insgesamt erwies sich diese Exkursion als sehr lohnenswert und erweckte Interesse daran, sich näher mit dieser Geschichte zu beschäftigen und gespannt auf die aktuelle Verfilmung der Eulenspiegelstreiche zu warten.
Im Anschluss daran ging es wieder zurück zum Landgasthaus „Zur Post“ in Berklingen, wo die Gruppe auf der sonnendurchfluteten Terrasse bei einer Kaffeetafel in gemütlicher und lustiger Runde zusammen saß, bevor dann gegen Abend die Rückfahrt angetreten wurde.
Die Unternehmung wurde allseits als positiv bewertet und es bestand Einigkeit darüber, eine ähnliche Fahrt mit einem anderen Ziel folgen zu lassen. Zunächst steht jedoch ein weiterer Kaffeenachmittag mit einem Referat und Bingo-Spiel am Dienstag, 1. Juli an. Eine gesonderte Vorankündigung folgt.