Timo Hurlemann: „Nur defekte Brillen waren zu beklagen“

Die Beförderten Gerrit Wall, Marvin Paul, Katrin Zdechlikiewitz, Jan Strobl, Lars Wall, Christoph Seiffert, Jürgen Warnecke und Jürgen Porschke.
 
Ortsbrandmeister Timo Hurlemann mit dem Beförderten Jörg Flügge sowie den Ernannten Daniel Rademacher, Saskia Beyes, Mandy Dzuiba, Vivien Paul, Dominik Behnke und Markus Rettstadt.
 

Hinter der Feuerwehr Rhüden liegt ein nahezu unfallfreies, aber durchaus arbeitsreiches Jahr 2012 / Autobahnchaos ist ausgeblieben

Das Jahr 2012 war, wie auch schon das Jahr zuvor ein eher durchschnittliches Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Rhüden, die am vergangenen Sonnabend im Hotel zum Rathaus Jahresbilanz zog. „Wir wurden nicht von Großbränden, Hochwasser und größeren Naturereignissen heimgesucht. Das normale Tagesgeschäft an Einsätzen stand auf der Tagesordnung“, so Ortsbrandmeister Timo Hurlemann. Vom Feuerwehrklassiker ,,Katze auf Baum’’ bis zum ,,Schweren Verkehrsunfall’’ sei alles vertreten gewesen. Das Jahr 2012 war aber dafür sehr stark von der Aus- und Fortbildung geprägt. „Wir hatten uns auch wieder auf die Fahne geschrieben einige Events für die Dorfgemeinschaft auszurichten“, berichtete Hurlemann. So war doch ein Höhepunkt die Blaulichtparty des Musikzuges und das traditionelle Seifenkistenrennen. Weitere Highlights waren Renovierungsarbeiten am und im Feuerwehrhaus. Zahlreiche Veranstaltungen, Feste, Vorträge auf Feuerwehrbasis haben wir zusätzlich noch abgehalten und begleitet. „Ich kann hier an dieser Stelle sagen und das ist das Wichtigste: Es sind alle Einsätze, Übungen und Aktivitäten bei der Feuerwehr, des Musikzuges und natürlich auch bei der Jugendfeuerwehr fast unfallfrei von statten gegangen.“ Nur defekte Brillen und kleine Verletzungen im Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr waren zu beklagen.
Das Einsatzgeschehen im Jahr 2012 hat der Feuerwehr Rhüden gezeigt, dass sie mit ihrer Ausbildung auf Orts- aber auch auf Stadtebene sehr große Fortschritte gemacht hat. Das neue Brandeinsatzkonzept, das Seminar Absturzsicherung auf Stadtebene aber auch die Ausbildung in der technisch-medizinischen Rettung sowie das Hochwasserkonzept haben gefruchtet. Die eingerichtete Autobahnbaustelle hat im abgelaufenen Jahr nicht so eine wichtige Rolle gespielt. Zum Glück blieb das erwartete Chaos in der Baustelle bis jetzt aus, so Hurlemann. „Aber auf den restlichen Abschnitten der Autobahn, die wir zu betreuen haben, sowie Bundes-, Kreis- und Landstraßen wurden wir zu etlichen Verkehrsunfällen alarmiert. Zahlreiche Treibstoffspuren, Entstehungs-, Klein- und Mittelbrände erforderten unsere ständige Bereitschaft. Die Unfallereignisse beschränkten sich auf Sachschäden und Personenschäden ohne tödlichen Ausgang.“
Da sei es schon eine Wohltat, wenn die Bereitschaft bei Laternenumzügen, dem lebendigen Adventskalender oder Brandsicherheitswachen angefordert und somit erheblich zur Sicherheit der Rhüdener Bürger und dem kulturellen Bereich beitragen konnte.


Ernennungen, Beförderungen und Auszeichnungen
Christian Mohr zum Hauptlöschmeister befördert / Präsente für langjährige Tätigkeiten

Ehrungen, Ernnennungen und Beförderungen bildeten einen weiteren großen Teil der Jahreshauptversammlung in Rhüden. Daniel Rademacher, Markus Rettstadt, Dominik Behnke, Mandy Dzuiba und Vivien Paul wurden zu Feuerwehrmannanwärtern respektive Feuerwehrfrauanwärterinnen ernannt und Jörg Flügge durfte sich über die Ernennung zum Feuerwehrmann freuen. Saskia Beyes Gerrit Wall, Marvin Paul, Katrin Zdechlikiewitz und Jan Strobl wurden zu Oberfeuerwehrmännern und -frauen befördert, Christoph Seifert, Lars Wall und Jürgen Porschke sind nun Hauptfeuerwehrmänner und Jürgen Warnecke wurde zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert.
Mike Illers wurde von Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke zum Löschmeister befördert und Christian Mohr gar zum Hauptlöschmeister.
Außerdem wurde Jannik Ebbighausen zum Feuerwehrmusiker ernannt. Soweit die Ernennungen und Beförderungen. Über die langjährigen Mitgliedschaften hatte der „Beobachter“ bereits berichtet. Fehlen noch die Auszeichnungen für langjährige Tätigkeiten. Schriftführer Jürgen Warnecke wurde für seine 25-jährige Tätigkeit ebenso geehrt wie Gerhard Laumann, der ebenso lange für den „Getränke-Service“ zuständig war. Sein Nachfolger ist Jürgen Porschke. Magnus Hirschfeld für seine gute Arbeit im Dienste der Jugendwehr und Katrin Zdechlikiewitz als Schriftführerin wurden ebenfalls mit Präsenten bedacht.


Stadtbrandmeister Warnecke: „Arbeit auf höchstem Niveau!“
Auch Bürgermeister Erik Homann lobt die Professionalität der Rhüdener Feuerwehr in allen Bereichen

Bürgermeister Erik Homann lobte in seinem Grußwort, die „professionelle Arbeit“ der Ortsfeuerwehr Rhüden. Egal auf welchem Gebiet. Ob Internetarbeit, Veranstaltungen und absolvierte Einsätze – es seien immer „Spitzenleistungen“ erbracht worden. Des Weiteren sprach Homann die erfolgreiche Sanierung der Außenfassade des Rhüdener Feuerwehrhauses im letzten Jahr an. Ein über viele Jahre geplante Maßnahme wurde doch endlich umgesetzt.
Der Landtagsabgeordnete Rudolf Götz ging in seinem Grußwort auf die laufende Kampagne der Niedersächsischen Feuerwehren in Sachen Mitgliederwerbung ein. Eine Chance auf Erfolg sehe er aber auch bei der Einführung von Ganztagsschulen. Hier könne sich eine Feuerwehr positiv darstellen.
Ortsbürgermeisterin Irene Pülm überbracht die Grüße des Ortsrates und unterstrich dabei die Wertigkeit der Ortsfeuerwehr Rhüden. Irene Pülm: „Ohne Feuerwehr geht gar nichts!“
Der Leiter des Polizeikommissariats Seesen, Helmut Fischer, überbrachte die Grüße der Polizei und nutzte die Gelegenheit, die neue personelle Besetzung der Außenstelle Rhüden in der Person von Axel Koch vorzustellen. Vom DRK-Ortsverein Rhüden überbrachte die Vorsitzende Heidegret Schipplick die besten Grüße. Sie unterstrich die sehr gute Zusammenarbeit beider Vereinigungen.
Von der Volksbank Seesen war Burkhard Mädje „angetreten“, um die besten Grüße und Wünsche zu übermitteln. Er betonte in seinen Worten die finanzielle Unterstützung der Arbeit in den Jugendfeuerwehren des Stadtgebietes.
Dem scheidenden Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Mechtshausen, Gerald Schlüter, war es vorbehalten, in Absprache mit den anwesenden Feuerwehrvertretern der Feuerwehren der Stadt Seesen, die Arbeit der Ortsfeuerwehr zu würdigen. Er ging besonders auf die nachhaltige Zusammenarbeit in den 18 Jahren seiner Ortsbrandmeistertätigkeit ein.
Das Schlussgrußwort kam vom Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke. Auch er bescheinigte der Ortsfeuerwehr Rhüden „Arbeit auf höchstem Niveau“. Daneben stellte er mit einer Einsatzstatistik aus dem Berichtsjahr 2012 dar, was die Feuerwehren im Stadtgebiet geleistet haben. Von über 200 Einsätzen und 23.374 Stunden an den Einsatzstellen war hier die Rede. Eine mehr als stolze Bilanz. Der Stadtbrandmeister ging aber auch auf anstehende Arbeiten und Aufgaben der Feuerwehren ein. Insbesondere die Einführung des Digitalfunks und diverse Ausbildungskonzepte stehen ganz oben auf der Liste. Langfristig müsse man sich auch über einige bauliche Veränderungen in Sachen Feuerwehrhäuser im Stadtgebiet machen.
Zum Schluss seiner Ausführungen erwähnte Warnecke unter anderem die enorme Anstrengung bei der Einführung der zentralen Kleiderkammer für die Feuerwehren der Stadt Seesen.


Jan Strobl
ist neuer Schriftwart


Im Zuge der Jahreshauptversammlung der Rhüdener Brandschützer standen auch einige Wahlen auf der Tagesordnung. Jan Strobl wurde dabei von der Versammlung zum neuen Schriftwart gewählt. Markus Vettermann wurde zudem für weitere drei Jahre für das Amt des Gerätewartes II wiedergewählt. Neuer Jugendwart der Jugendfeuerwehr Rhüden ist Stefan Zdechlikiewitz, der die Nachfolge von Magnus Hirschfeld antritt.