...und Rhüden hat’s wieder einmal erwischt

Dauerregen sorgt für Überschwemmungen

Langanhaltender Dauerregen und Gewitter sorgten am Donnerstag für den Einsatz der Feuerwehr in Rhüden. Die Nette trat über die Ufer. Der Pegel zeigte zeitweise 2,84 Meter an. Zahlreiche Keller waren von den Wassermengen betroffen.

Eine Schlammlawine bahnte sich den Weg von den umliegenden Feldern in den Seesener Ortsteil bis kurz vor das Feuerwehrhaus. Straßen waren überflutet.
Die Rhüdener Bevölkerung orderte Sandsäcke bei der vorbereiteten Feuerwehr. Neben den Rhüdener Einsatzkräften waren auch die Feuerwehren Mechtshausen und Seesen eingesetzt. Der Kindergarten und die Grundschule wurden vorsorglich gegen die steigenden Wassermassen der Nette geschützt. Sandsäcke und Hochwasserbretter kamen zum Einsatz. Das Regenrückhaltebecken vor Rhüden nahm seinen Betrieb auf, um den Ort vor noch mehr Wasser zu schützen.
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war die Baustelle an der Bundesautobahn 7. Dort füllte sich eine Baugrube mit Wasser. Ein Abflussrohr konnte die Wassermassen nicht mehr bewältigen. Auch der Einsatz der Feuerwehrpumpen war lange Zeit nicht von Erfolg gekrönt.
Mit nachlassendem Regen konnten die 60 Einsatzkräfte mit den Aufräumarbeiten beginnen. Mussten noch Keller leergepumpt werden, reinigten die Feuerwehrfrauen und -männer bereits auch erste Straßen vom Schlamm. Das ausgearbeitete Rhüdener Hochwasserkonzept konnte erneut erfolgreich umgesetzt werden. So beendeten Seesens Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke und Rhüdens Ortsbrandmeister Timo Hurlemann den Einsatz am späten Nachmittag.