„Und was machen wir jetzt eigentlich hier in der Schule?“

 
Schulrektor Burkhard Strübig begrüßte die Kinder.

Rektor Burkhard Strübig begrüßt die neuen Erstklässler:Insgesamt 36 Schülerinnen und Schüler besuchen ab Montag die Grundschule in Rhüden

Rhüden (hz). „Und was machen wir jetzt eigentlich hier in der Schule?“ – so lautete die erste Frage eines Schülers der Klasse 1b der Grundschule Rhüden. Gute Frage eigentlich, wenn man bedenkt, dass sich die Mädchen und Jungen am vergangenen Sonnabend das erste Mal als Schüler bezeichnen durften. Nun beginnt also der Ernst der Lebens. Ein neuer Lebensabschnitt. Es gibt viel zu lernen. Und dennoch, so ernst das Ganze auch klingen mag: Eigentlich ist die Schulzeit wohl die schönste Zeit. Zumindest behaupten dies die meisten Erwachsenen – und die müssten es ja eigentlich wissen.
Doch bevor es in die neuen Klassenräume ging, führte der erste Weg der neuen Schülerinnen und Schüler in die Kirche. Nach der Einschulungsandacht in der evangelischen Kirche in Rhüden wurde es spannend. Der zukünftige Schulrektor, Burkhard Strübig, hatte Eltern, Großeltern und Schüler zur Begrüßung in die Sporthalle eingeladen. „Boah, ist die groß“ brachten so manch erstaunte Münder hervor. Groß genug, um sich mit der gesamten Klasse während des Sportunterrichtes ordentlich auszutoben – vielleicht sogar um Fußball zu spielen?
„Alle Kinder lernen lesen“, begann Burkhard Strübig. „Doch was können wir, als Eltern und Lehrer dafür tun?“ Wichtig sei es, auf die Kinder mit Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit zu zugehen. „Das Lernen ist ein aktiver Prozess. Und dieser läuft in den einzelnen Gehirnen viel unterschiedlicher ab, als wir alle wahrhaben wollen. Der eine kann 200 Telefonnummern auswendig aufsagen, kann sich aber Namen nicht gut merken. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Diese Unterschiede sind meist angeboren“, so Strübig. Der Schule sei es also besonders wichtig, diese Dinge im Blick zu haben und individuell auf die einzelnen Kinder einzugehen.
Im Mittelpunkt standen an diesem Tag allerdings die neuen Erstklässler, deswegen sollte der offizielle Teil nicht überwiegen. Der Begrüßung schloss sich ein kleines Theaterstück der beiden vierten Klassen an und die Tanz-AG führte ihr Können vor. Strübig: „Da könnt ihr schon einmal sehen, was man bei uns alles lernen kann“.
Im Anschluss verlas Burkhard Strübig die Liste der Schülerinnen und Schüler. Zunächst wurde die 1a aufgerufen: Petar Petrov Alexandrov, Alina Dresler, Leia Fiedler, Mexine Giebeler, Timo Harenberg, Luca Heller, Erik Meier, Anna Preuß, Lena Preuß, Hamide Salja, Thomas Schaare, Titus Sieber, Vivien Jakobine Sieber, Leon Sopalla, Tom-Felix Theuser, Sina Werle, Maximilian Wienecke und Micha Wünsche durften den Anfang machen und mit ihrer Klassenlehrerin Susanne Arnold-Müller in das Schulgebäude gehen.
Danach war die 1b an der Reihe: Selma Babic, Antonia Bohnen, Robin Ben Gaschler, Jassin Giljan, Metin Gürel, Anna-Sophie Heise, Sanja Hirschfeld, Floriane Klaws, Greta Klusmann, Constantin Müller, Lenya Petzold, Melina Philipzik, Jaspar Rose, Vanessa Schellmann, Che-Dario Schlimm, Eric Schröter, Philipp Schwalenberg und Paul Wienecke folgten ihrer Klassenlehrerin Kerstin Ladwig in den Unterrichtsraum.
Währenddessen konnten die stolzen Eltern, Großeltern und Verwandten den Schulhof aufsuchen und sich bei einem Kaffee kennenlernen. Eine knappe Schulstunde dauerte der erste Kennenlern-Schultag, bei dem die beiden Klassen zunächst ihre Klassenlehrerinnen kennenlernten und Informationen für die kommenden Wochen erhielten.
Auf die Frage „und was machen wir jetzt eigentlich hier in der Schule?“ bekam der wissbegierige Schüler die passende Antwort: Lernen. Anfangs wie man sich in der Schule und im Unterricht zu verhalten hat, später dann natürlich auch rechnen, schreiben und lesen.