Unterpanshausen ist für Feuerwehreinsätze eine Herausforderung

Kleine Bereitschaftsübung der Ortsfeuerwehr Rhüden zeigt Schwachstellen auf

Die Ortsfeuerwehr Rhüden hat am vergangenen Freitagabend den Ernstfall geprobt. „Bei der kleinen Bereitschaftsübung der Ortsfeuerwehr Rhüden geht es heute in erster Linie um die Überprüfung der Löschwasserversorgung in Unterpanshausen“, erklärt Ortsbrandmeister Timo Hurlemann.

Von Antonio Mateo

Rhüden. In Unterpanshausen wurde der Brandschutz in 2009 durch die Installation eines 50 Kubikmeter fassenden Löschwasserbehälters enorm verbessert. Timo Hurlemann begrüßte zu dieser kurzfristig angesetzten Übung neben dem Stellvertretenden Stadtbrandmeister Klaus Kiehne auch den Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Seesen und seines Zeichens auch Mitglied des Feuerschutzausschusses der Stadt Seesen, Jürgen Ebert. Sorgfältig wurde die Bereitschaftsübung vorbereitet und auf den Punkt genau gestartet. Rauch, Feuer – alles sah perfekt aus.
Um 20.32 Uhr wurde die Bereitschaft der Ortsfeuerwehr Rhüden von der Leitstelle Goslar mit der Meldung eines Brandeinsatzes in Unterpanshausen alarmiert. Im Ernstfall wäre nach der Alarm- und Ausrückordnung unter anderem auch die Ortsfeuerwehr Seesen an diesem Einsatz beteiligt gewesen, für die kleine Bereitschaftsübung blieben die Rhüdener Brandschützer jedoch unter sich.
Während der Anfahrt der Einsatzkräfte wurden weitere Informationen der Leitstelle aufgenommen. Darunter die Information, dass es sich um einen Traktor- und Böschungsbrand handelt. Um 20.38 Uhr traf das Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) an der Einsatzstelle ein und begann mit den erfolgreichen Löscharbeiten unter Atemschutz. Das nachfolgende Fahrzeug, Löschgruppenfahrzeug (89-27) mit dem Schlauchanhänger, hatte die Aufgabe, die Wasserentnahmestelle am Löschwasserbehälter einzurichten und eine 300 Meter lange Förderstrecke aufzubauen. Als Einsatzleitfahrzeug war der ELW 1 (89-66) vor Ort.
„Es lief nicht alles nach Plan“, sagt Hurlemann. „Aber genau dafür üben wir den Ernstfall“, fuhr er fort. Nach Abschluss der „kleinen Übung“ war allen Beteiligten klar, dass Unterpanshausen im Falle eines Einsatzes immer etwas Besonderes bleiben wird. Hat man einmal das Raumordnungsverfahren bei einer Kleinigkeit außer Acht gelassen, treten taktische Probleme auf, die einen effektiven Einsatz gefährden könnten.