Wissensdurst bei der Feuerwehr gestillt

Mit dem guten, alten Telefon mit „Wählscheibe“ einen Notruf abzugeben, ist für die Kinder von heute gar keine Selbstverständlichkeit mehr. (Foto: bo)

Rhüdens Grundschulkinder wissen nun, wie man einen Notruf absetzt

Rhüden (bo). Bei herrlichem Sonnenschein konnte Rhüdens Ortsbrandmeister Timo Hurlemann in der vergangen Woche die dritten Klassen der Grundschule Rhüden unter der Leitung von F. Heunecke und F. Lattas auf dem Hof der Feuerwehr in Rhüden begrüßen.
Die Klassen wurden in Gruppen aufgeteilt. So hatte Ortsbrandmeister Timo Hurlemann die Aufgabe übernommen, den Schülern die verschiedensten Einsatzfahrzeuge der Rhüdener Ortsfeuerwehr und deren Funktionen vorzustellen.
In der Fahrzeughalle stellte der Sicherheitsbeauftragte Lars Wall die Ausrüstung und Arbeitsweise eines Atemschutzgeräteträgers vor. Chr. Seiffert hatte sich als „Model“ zur Verfügung gestellt. Für alle imponierend war hierbei die Vielzahl der mitzuführenden Geräte und Gegenstände.
Im Feuerwehrhaus hatte der ehemalige Ortsbrandmeister Gerhard Laumann neben einer Bildpräsentation zum Thema Feuerwehr auch praktische Übungen vorbereitet. So wurde die Funktion eines Rauchmelders vorgeführt.
Zum Absetzen eines Notrufes standen neben dem herkömmlichen Handy auch verschiedene Festnetztelefone zur Verfügung, die dem einen oder anderem doch Kopfzerbrechen bereiteten. Wo findet man heute noch ein Telefon mit Wählscheibe?
An allen Stationen wurde intensiv mitgearbeitet – eine Vielzahl von mitgebrachten Fragen musste beantwortet werden. Zum Abschluss der Unterrichtstunde wurde mit allen Schülern erfolgreich ein Wissenstest durchgeführt. Zehn Fragen mussten hier gelöst werden.
Da die Schüler im Sachkundeunterricht sehr gut aufge­pass­t hatten, war der Test natürlich kein Problem. Die Klassen 3a und 3b wurden vom Ortsbrandmeister mit je einer Urkunde ausgezeichnet. Jeder Schüler bekam zudem ein „Kinder-Finder“ Aufkleber! Diese Aufkleber sollen den Einsatzkräften im Ernstfall den Weg zum Kinderzimmer aufzeigen. Sie sollten von außen in Sichthöhe auf der Kinderzimmertür angebracht werden.
Laut Statistik sterben jährlich in Deutschland immer noch über 200 Kinder bei Brandereignissen.