Einsatz, Willen und ganz viel Leidenschaft

Daniel Bothe steigt zum Kopfball hoch.

FC Rhüden darf nach dem 2:1 über VfR Langelsheim wieder hoffen

Strohfeuer oder Aufbruchsignal? Der FC Rhüden sieht nach dem 2:1-Heimerfolg gegen den VfR Langelsheim Licht am Ende des Tunnels. Bis zum Nichtabstieg ist es aber noch ein weiter Weg.

Rhüden (Rei). Wenn das große Ziel doch noch erreicht werden soll, müssen die Mai-Schützlinge weiter so viel Einsatz, Willen und Leidenschaft zeigen wie am Sonntag gegen Langelsheim. Nach dem unbefriedigendem 2:2-Remis in Kalefeld wollte und musste der FC im ersten Heimspiel im Jahr 2011 alle Kräfte mobilisieren, um gegen den VfR drei Punkte einzufahren. Allerdings war die Ausgangslage im Vorfeld äußerst schlecht, Trainer Sven Mai bangte bis zuletzt um den Einsatz wichtiger Leistungsträger.
Zum Spielverlauf: Der FC versuchte von Beginn an Torchancen herauszuspielen. Sven Meinecke im FC-Tor musste allerdings eine gefährliche Situation reaktionsschnell meistern um so den Rückstand zu verhindern. In der Folge fehlten den Rhüdenern die genauen Pässe, um die VfR-Abwehr zu überraschen. So dauerte es bis zur 14. Minute bevor der erste Schuss von Daniel Bothe in den Armen des VfR-Keepers landete. Das 1:0 für den FC fiel in der 20. Minute, den Schuss von Alexander Wiebold ließ der VfR-Keeper abprallen, René Grubner war zur Stelle und bugsierte den Ball über die Linie. Äußerst unglücklich fiel dann das Ausgleichstor für Langelsheim. Als der FC das Leder nicht vorzeitig aus der Gefahrenzone brachte, lenkte Christoph Bertram den Ball unhaltbar für seinen Keeper in die Maschen. Nicht allzu sehr geschockt machte der FC weiter Druck auf das VfR-Gehäuse. So zielte Christoph Bertram zunächst neben das Tor, auch René Grubner und Alexander Wiebold konnten den Gästekeeper nicht überwinden. Auch der VfR hatte zu diesem Zeitpunkt Chancen. Mit dem 1:1 ging es schließlich in die Kabine.
Gleich nach der Halbzeit lagen die besseren Torchancen auf Seiten der Gäste, zum Glück für den FC strich ein Torschuss übers Gehäuse (51. Minute). Dann startete Marc Bothe vielversprechend Richtung VfR-Tor, es reichte jedoch nur zum Eckball. Weitere Tormöglichkeiten folgten: Daniel Bothe prüfte den VfR-Keeper (59.) und auch Bruder Marc verfehlte das gegnerische Tor nur um weniger als einen halben Meter. Die rund 100 Zuschauer am Rhüdener Sportplatz sahen zu diesem Zeitpunkt eine starke Phase des FC Rot-Weiß.
Als die FC-Fans schon fast das 2:1 bejubeln wollten, landete der Lupfer von Marc Bothe an die Latte (70.). Auch danach war der FC-Torerfolg nahe. In der 82. Minute fiel dann der längst verdiente Treffer für den FC: Eine Flanke von Michael Horn verwandelte Pascal Grett mit einem sehenswerten Volley-Schuss aus der Drehung zum 2:1. Danach behakte sich Dennis Pägert mit einem VfR-Abwehrspieler: beide sahen nach Rücksprache des Unparteiischen mit dem Linienrichter den roten Karton. Rhüden überstand auch die letzten wütenden Versuche des VfR und konnte am Ende endlich den lang ersehnten Sieg bejubeln.