FC Rhüden kommt ins Straucheln

Etwas ins Straucheln gerät der FC Rhüden in dieser Phase der Saison. Nach der Pleite in Wildemann (auf dem Bild Christian Jürries mit der Nummer 12 und Roland Jürries) verspielte die Mannschaft gestern in Überzahl einen 4:2-Vorsprung.

Nordharzliga: In Harlingerode verspielt die Mannschaft in Überzahl einen 4:2-Vorsprung

Nach ihrer zweiten vermeidbaren Niederlage innerhalb von fünf Tagen muss die 1. Herren des FC Rhüden ihre Saisonziele erst einmal nach unten korrigieren.

Mit einer 6:4-Pleite kehrte man jetzt aus Harlingerode zurück. Diese Pleite schmerzt besonders. Nicht nur, das man wieder einen zwei Tore Vorsprung aus der Hand gegeben hat, nein, auch schaffte es der SC 18 Harlingerode das Spiel mit nur zehn Mann noch zu drehen (Gelb/Rot 59.).
Die ersten 30 Minuten glichen aus FC-Sicht den letzten drei Spielen. Bis auf eine sehr gute Chance von Dulijan Sadiku (6.) zeigten die „Rot-Weißen“ einfach zu wenig. Die Gastgeber traten da ganz anders auf und gingen verdient mit 2:0 in Führung (17. FE und 32.). Der Pfosten (8.) und eine Glanztat von Keeper Jochen Warnecke (21.) verhinderten noch schlimmeres. Erst nach einer guten halben Stunde fingen die „Rot-Weißen“ mit dem Fußballspielen an. Dies zeigte auch gleich seine Wirkung. Torjäger Roland Jürries konnte noch vor der Pause auf 2:1 (38.) verkürzen.
Der zweite Durchgang begann optimal für den FC. Zuerst nutzte Bashkim Zhivolli einen fatalen Torwartfehler zum 2:2 (55.) aus. Nur kurze Zeit später kam es dann zu der Gelb/Roten Karte gegen einen SC-Spieler (59.). In dieser Phase des Spiels machte der FC vieles richtig. Die Überzahl wurde eiskalt ausgenutzt und durch einen Doppelschlag gelang die scheinbare beruhigenden 2:4-Führung. Torschützen waren Patrick Nimke (62.) und Christian Jürries (63.).
Was danach mit der Mannschaft passierte ist unerklärlich. Anstatt ruhig und konzentriert weiterzuspielen, machte jeder Spieler jetzt einen Schritt weniger. So lud man die Gastgeber zum Tore schießen ein. Dieser nutzte auch artig die sich ihm bietenden Räume und kam schnell zum 3:4 (65.). Rhüden hätte dann auf 3:5 erhöhen müssen. Sadiku und Jürries vertändelten aber ihre Großchance. So gab es einen Konter und die Gastgeber erzielten das 4:4 (70.). Der FC war jetzt total verunsichert. Zu einer 100-prozentigen Torchance reichte es aber dennoch. Sadiku hätte für die Entscheidung sorgen können. Leider war aber auch sein Abschluss zu ungenau. Er traf nur die Latte (85.). So kam es dann tatsächlich wie es sich angedeutet hatte. Die Gastgeber gingen durch den zweiten Foulelfmeter mit 5:4 (89.) wieder in Führung. Rhüden machte jetzt komplett auf und kassierte mit dem Abpfiff noch das 6:4.
Dieses Ergebnis gilt es jetzt erstmal zu verarbeiten. Viel Zeit bleibt aber nicht. Schon am Mittwoch muss man schon wieder reisen. Man trifft um 19 Uhr auf den Tabellenzweiten SC Gitter II. Hier hängen die sprichwörtlichen Trauben bekanntlich sehr hoch. Es wird sicher schwierig, dort eine Trendwende einzuleiten, aber im Fußball ist vieles möglich, wie das Spiel in Harlingerode zeigte.

FC Rhüden: Jochen Warnecke, Philipp Pfefferle (22./Sadrick Gomez-Stevens), Malik Mekadmi, Julian Westermann, Christoph Bertram (46./Patrick Nimke), Yassin Mekadmi (87./Danijel Ivo), Bashkim Zhivolli, Kevin Riemann, Roland Jürries, Christian Jürries und Dulijan Sadiku.