FC Rhüden nimmt „Dreier“ aus Oker mit

Philipp Pfefferle traf am Sonntag in Oker per Elfmeter doppelt und brachte seinen FC Rhüden damit auf die Siegerstraße. (Foto: Kaiser)

Nordharzliga: Deutlichen Vorsprung fast noch aus der Hand genommen

Mit dem gewünschten Erfolgserlebnis kehrten die „Rot-Weißen“ aus Oker zurück. Auf dem schwer bespielbaren Kunstrasenplatz stand am Ende ein 4:3-Erfolg für den FC Rhüden zu Buche. Mit diesem Sieg konnte man den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle herstellen.

Auf dem schneebedeckten Platz in Oker neutralisierten sich beide Mannschaften fast eine halbe Stunde lang. Torraumszenen waren Mangelware. Dies änderte sich erst nach einem Foulspiel im Strafraum an Roland Jürries. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Philipp Pfefferle sicher zur 1:0-Führung (27.). Nur kurze Zeit später konnte Dulijan Sadiku nur unfair im Strafraum gestoppt werden. Auch hier gab es nur eine Entscheidung: Elfmeter. Wiederum Pfefferle ließ sich diese Chance nicht entgehen und erhöhte auf 2:0 (30.). Dieser Doppelschlag zeigte beim VfL Oker erst einmal Wirkung. Rhüden nutzte diese Unsicherheit der Gastgeber gut aus und kam durch Kevin Riemann, prima eingesetzt von Patrick Nimke, zur beruhigenden 3:0-Pausenführung.
Zu Beginn der 2. Halbzeit ließen die „Rot-Weißen“ den Gastgeber etwas mehr das Spiel machen. Dadurch ergaben sich immer Räume für gefährliche Konter. Sadiku hätte auch schon früh für die endgültige Entscheidung sorgen können. Freistehend scheiterte er aber am Keeper des VfL (58.). Nach einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum des FC Rhüden, bei der der VfL mehrfach lautstark einen Elfmeter forderte, gab es den nächsten vielversprechenden Konter für den FC. Allerdings schaffte es auch Rene Grubner nicht, das Runde ins Eckige zu befördern (61.). Hier wäre sicher ein Querpass auf den völlig freistehenden Dulijan Sadiku die bessere Alternative gewesen.
Aus dem Nichts heraus kamen die Gastgeber dann zum 1:3 (65.). Nach einer an sich ungefährlichen Ecke waren sich Keeper Jochen Warnecke und ein Abwehrspieler nicht ganz einig und so beförderten sie das Leder unglücklich in eigene Netz. Nur zwei Minuten später war aber wieder der alte Abstand hergestellt. Kevin Riemann legte perfekt quer auf Grubner. Dieser hatte keine Mühe das 4:1 für seine Farben zu erzielen (67.).
Die Gastgeber versuchten jetzt mit allen Mitteln das Spiel noch zu drehen. Und tatsächlich kamen sie auch durch einen eigentlich harmlosen Fernschuss zum 2:4-Anschlusstreffer (72.). Die letzte Viertelstunde regierte auf beiden Seiten nur noch der Kampf. Großchancen hatten aber beide Mannschaften nicht mehr. Mit dem Abpfiff, durch den nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichter, fiel zwar noch das 3:4 (90+2.), am Sieg des FC Rhüden änderte das aber nichts mehr.
Insgesamt kann man auf Seiten des FC Rhüden mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Es war kein gutes Spiel, aber es wurde das getan, was an diesem Tage nötig war: Es wurde Fußball „gearbeitet“, die Einstellung stimmte. Sollte der Wettergott mitspielen trifft der FC am kommenden Wochenende auf den Tabellenführer SG Mahner. Gerade gegen die vermeintlich „Großen“ sahen die Spieler von Trainergespann Hauswald/ Runge immer gut aus, sodass sich die Nette-Jungs durchaus etwas ausrechnen.

FC Rhüden: Jochen Warnecke, Jan Langowicz, Malik Mekadmi, Philipp Pfefferle, Sadrick Gomez-Stevens, Patrick Nimke, Kevin Riemann (84./Julian Westermann), Roland Jürries (66./Max Deppe), Bashkim Zhivolli, Rene Grubner und Dulijan Sadiku.