In Unterzahl gut verkauft

Nordharzliga: FC Rhüden mit großen Personalproblemen in Immenrode

In einer fairen Begegnung ohne gelbe Karten musste sich der FC Rhüden dem Tabellendritten TSV Immenrode knapp mit 2:0 geschlagen geben. Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren für den FC wirklich nicht die besten. Im Laufe der Woche schrumpfte der Kader immer weiter zusammen. So konnte das Trainerduo Hauswald/Runge nur auf neun einsatzfähige Spieler zurückgreifen. Unterstützung aus anderen Mannschaften gab es nur wenig. Durch jeweils einen Akteur aus der 2. Herren und der A-Jugend schaffte man es aber wenigstens, mit elf Spielern zu beginnen.
Die Mannschaft ließ sich aber durch diesen Umstand nicht beeindrucken und zeigte Charakter. Der Aufstiegskandidat Immenrode hatte zwar anfänglich die besseren Chancen, der FC versteckte sich aber keineswegs und hätte durchaus in Führung gehen können. Dulijan Sadiku setzte sich geschickt im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler durch, scheiterte dann aber etwas überhastet am Keeper des TSV (32.). Im Gegenzug gingen die Gastgeber durch einen berechtigten Foulelfmeter mit 1:0 (33.) in Führung. Kurze Zeit später dann der Schock für den FC. Jan Langowicz verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und musste mit dem Verdacht auf einen Bänderriss vom Feld. Da die „Rot-Weißen“ keinen Auswechselspieler hatten, musste sie ab der 37. Minute mit 10 Mann zu Ende spielen. Mit dem knappen Rückstand ging es dann in die Pause. Im zweiten Durchgang kamen die „Rot-Weißen“, trotz Unterzahl, immer besser ins Spiel. Defensiv geschickt gestaffelt spielte man jetzt vermehrt auf Konter. Die Taktik schien aufzugehen, konnten die Gastgeber doch spielerisch das FC-Bollwerk nicht überwinden. So sorgte dann ein schöner Freistoß für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber (67.). Kurze Zeit später bewahrte Keeper Jochen Warnecke mit einer Glanztat seine Farben vor einem höheren Rückstand (74.).
In den Schlussminuten hätte es dann noch mal spannend werden können. Nach schönem Pass von Sadiku auf Patrick Nimke bot sich Letzterem die Riesenchance auf das 2:1. Sein Flachschuss ging aber um Millimeter am langen Pfosten vorbei (86.). So blieb es am Ende bei der knappen Auswärtsniederlage und der Erkenntnis, dass die Mannschaft mit der gezeigten Einstellung die nötigen Punkte im Abstiegskampf erreichen kann. Wichtig ist jetzt nur, im nächsten Spiel, bei einem direkten Konkurrenten wie dem VfB Dörnten, mit dem Punktesammeln zu beginnen.

FC Rhüden: Jochen Warnecke – Jan Langowicz, Malik Mekadmi, Julian Westermann, Sadrick Gomez-Stevens, Stefan Wagner, Patrick Nimke, Andre Albers, Bashkim Zhivolli, Andrei Romantschuk und Dulijan Sadiku.