Wahnsinnsspiel in Bilderlahe

Zwei Aktivposten ihrer Elf im Duell. Links SG-Torjäger Jason Becker am Ball gegen den SVEer Joshua Cepin, der das 5:5 erzielte. (Foto: Weihberg)
 
Nach langer Verletzungspause war gestern Nino D’Onofrio (rechts) wieder für die SG Ildehausen-Kirchberg am Ball. In der 74. Minute traf er in der Partie gegen Victoria Heerte zum 4:0-Endstand.

Nordharzliga: SV Engelade/Bilderlahe holt 0:5-Rückstand auf

In der Nordharzliga waren gestern alle vier Lokalteams am Ball. Die SG Ildehausen-Kirchberg landete dabei einen ungefährdeten 4:0-Heimerfolg über Victoria Heerte. Der FC Rhüden kassierte eine 0:6-Auswärtsniederlage und der SV Engelade/Bilderlahe erlebte eine Partie, die sicherlich in die Annalen des Vereins eingehen wird.

SV Engelade/Bilderlahe - SGSchladen/Gielde 5:5
Ein Wahnsinnsspiel sahen die Zuschauer in Bilderlahe zwischen dem Tabellenzehnten SV Engelade / Bilderlahe und dem Tabellensechsten, der SG Schladen / Gielde. Im ersten Durchgang lief bei den Platzherren einfach nicht viel zusammen und die Gäste waren in ihren Aktionen gedanklich schneller. Bereits nach fünf Minuten musste SVE-Keeper Sebastian Ziebell den Ball das erste Mal aus seinem Tor holen. Nach einem misslungenen Querpass im Mittelfeld von Sebastian Eberl nutzte der Gast dies zum 0:2 (15.) aus.
Die desolate erste Halbzeit der Schwarz-Weißen gipfelte noch mit zwei Eigentoren. Zunächst bugsierte sich Torwart Sebastian Ziebell bei einem Rettungsversuch ins eigene Tor (35.) und Erik Gebers sprang kurz vor dem Seitenwechsel gar noch von der Schulter zum 0:4 (43.) Halbzeitstand ins Tor. In der 45. Minute traf der Gast noch die Torlatte. Nach der Pause versuchte es der Engeläder Coach Michael Rottler mit zwei neuen Stürmern. Es kamen Christian Marquardt und Daniel Schroppe aufs Feld, wovon Letztgenannter gleich nach vier Minuten mit einer Verletzung gegen Denis Sejdinovic wieder vom Platz musste. Es kam aber noch schlimmer, denn SG-Torjäger Jason Becker (47.) markierte kurz zuvor das 0:5.
Was nun folgte war unbeschreiblich. Christian Marquardt (54.) erzielte das 1:5 nach Rechtsflanke von Chris Scholz. Kurz darauf erzielte der Flankengeber aus 20 Metern den zweiten Treffer (57.). Was jetzt folgte war ein einziger Sturmlauf gegen immer mehr abbauende Gäste. Denis Sedjnovic (63.) erzielte nach einer Ecke das 3:5 und in der 70. Minute gelang dem SVE-Spielertrainer Michael Rottler im Nachsetzen der Anschlusstreffer. Was man nicht mehr für möglich gehalten hatte zur Pause, gelang Joshua Cepin in der 75. Minute. Er spitzelte den Ball am rechten Strafraumeck tatsächlich am verdutzten SG-Keeper zum 5:5 Ausgleich ins Netz. Damit aber nicht genug. Michael Rottler bot sich in der Nachspielzeit noch die Chance zum Siegtreffer, doch er zögerte zu lange, so wurde der Ball auf der Torlinie noch geklärt. Im Gegenzug vereitelte SVE-Keeper Sebastian Ziebell noch eine gute Schusschance der Gäste. Was für ein verrücktes Spiel.

SG Ildehausen/Kirchberg - Victoria Heerte 4:0
Keinerlei Schwierigkeiten hatte die SG Ildehausen-Kirchberg gestern im Match gegen Heerte. Mit 4:0 gewannen die Gastgeber die Partie in Kirchberg, bereits zur Pause stand es 2:0. Als dreifacher Vollstrecker tat sich Felix Kappei hervor, der in der 18., 24. und 67. Minute traf und damit den Grundstein für den verdienten Sieg legte. In der 74. Minute traf der nach langer Verletzungspause ins Team zurückgekehrte Nino D’Onofrio zum Endstand von 4:0. Die Gastgeber bestimmten die Partie nach Belieben, die Heerter hatten lediglich einige Distanzschüsse zu verzeichnen, kamen hierbei aber nicht zum Torerfolg.

VfR Langelsheim - FC Rhüden 6:0
Der FC Rhüden musste gestern eine herbe Enttäuschung einstecken. Mit 0:6 musste sich die Elf von Thomas Runge und Stefan Hauswald am Ende mehr als deutlich dem Favoriten aus Langelsheim geschlagen geben. Zwar fehlten dem FC einige Stammakteure, aber auch die Spieler, die auf dem Platz standen, haben mehr Qualität, als sie gestern abrufen konnten. Zur Pause lag der FC Rot-Weiß mit 2:0 zurück, nach dem Wiederanpfiff fiel dann der dritte Treffer der Gastgeber und damit ergaben sich die Rhüdener in ihr Schicksal.