Denkmal braucht dringend Sanierung

Das Kriegerdenkmal soll bis zum Feuerwehrfest nächsten Jahres einer Sanierung unterzogen werden. (Foto: Klaube)

Schlewecker Ortsrat spricht auch über Standorte weiterer Windräder im Stadgebiet

Ortsratssitzungen in Schlewecke besitzen fast immer den Charakter von Mitteilungen der souverän leitenden Ortsbürgermeisterin Ulrike Schumann an die Adresse der Bürger.

So auch dieses Mal bei der achten Zusammenkunft der laufenden Periode, wo sie knapp 20 anwesende Einwohner umfassend über das aktuelle Geschehen im Ort informierte und sie als Mitglied des Stadtrats und des Kreistags auch Erläuterungen aus diesen beiden Gremien mit einzubringen vermochte. Die anderen Ortsratsmitglieder, von denen niemand das Wort nahm, waren lediglich für zwei kleinere Voten gefragt.
Recht ausführlich berichtete Ulrike Schumann über den Sachstand zum Thema Windenergie. Der Landkreis habe sich für ein zweites Beteiligungsverfahren entschieden. Der veränderte Entwurf liege inzwischen vor, und könne von den Bürgern eingesehen werden. Im Stadtgebiet Bockenem favorisiere der Kreis weiterhin das Areal zwischen Bockenem und Bornum inmitten des Ambergaus, gegen das sich allerdings der Rat ausgesprochen hatte, indem er auf die erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes verwies. In Bockenem strebe man nun ein Flächennutzungsverfahren an, mit welchem letztlich definitiv ein weiterer Windkraftstandort neben dem bei Ilde/Evensen als Vorrangfläche ausgewiesen werden soll. Dabei werden derzeit die drei möglichen Standorte Bockenem/Bornum, Volkersheim/ Schlewecke und Nette/Werder verfolgt, ohne sich schon festzulegen. Entscheidend werde sein, auf welchen Mindestabstand sich der Kreis letztlich festlege, der momentan immer noch an der 750-Meter-Distanz festhält.
Pro Fläche, so war weiter von Ulrike Schumann zu hören, gehe der Landkreis von maximal acht Anlagen pro Standort aus, wobei dann allerdings aus Gründen der optimalen Nutzung der Windenergie Anlagen von 200 Metern Höhe zum Zuge kommen. Was die Situation im Stadtgebiet Bockenem anbelange, so stünden für die beiden möglichen Standorte Bockenem/Bornum und Volkersheim/Schlewecke jeweils potentielle Investoren bereit.
Zu Schlewecke teilte die Ortsbürgermeisterin mit, dass das Dorf zum 1. Juli dieses Jahres 578 Einwohner zählte, darunter 545 mit Hauptwohnsitz. Das sei eine Person mehr als bei der vorangegangenen Zählung vom April. Beschwerden kämen seit Längerem hinsichtlich des Container-Standplatzes, wo immer wieder Sachen abgelegt werden, die dort nicht hingehören. Das Problem sei mit der Stadt und dem ZAH erörtert worden. Ein Standort an anderer Stelle im Dorf werde aber nicht befürwortet, weil der jetzige überschaubar und gut einsehbar sei. Man wolle die Einwohnerschaft noch einmal ansprechen und sie sensibilisieren.
Ein weiteres Problem stellt sich am Kriegerdenkmal vor der Kirche. Dieses bedarf insbesondere ob maroder Steinsetzungen ringsum dringend einer Renovierung, wobei allerdings der Denkmalsschutz einbezogen werden muss, weil das Ganze offiziell als Denkmal eingestuft ist. Bis zum Feuerwehrfest im Mai nächsten Jahres sollte die Renovierung allerdings vonstatten gehen.
Was die auf kirchlichem Grund stehende große Eiche anbelangt, so müsste diese beschnitten werden. Zuständig dafür ist die Stadt Bockenem, die zugesagt hat, dass diese Arbeiten in der letzten Februarwoche des nächsten Jahres von einer Fremdfirma ausgeführt werden soll.
In der Straße Am Befferberg wurden im Juli/August an zwei Wochen Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, in der ersten Woche bei 588 Fahrzeugen pro Tag verdeckt, in der zweiten bei 712 pro Tag offen. Ähnliche Messungen sind von der Stadt auch in anderen Ortschaften vorgenommen worden mit dem Ziel, die gefährlichsten Verkehrspunkte im Stadtgebiet zu ermitteln und dort dann gegebenenfalls Messgeräte zu installieren, auf derem Bild die Fahrzeugführer ihre momentane Geschwindigkeit erkennen können.
Das neue Spielgerät für den Kinderspielplatz steht seit sechs Wochen im Feuerwehrgerätehaus. Es konnte nicht aufgestellt werden, weil der Baggerfahrer, der die Fundamentarbeiten übernehmen wird, sich einer Operation unterziehen musste, so dass die Aufstellung des Geräts voraussichtlich nunmehr im Frühjahr erfolgen wird.
Der örtliche Lampionumzug der Kinder findet unter Begleitung des Musikzuges am 14. November statt und beginnt um 18 Uhr am Feuerwehrhaus. An dieser Stelle trifft man sich auch am Volkstrauertag um 10.30 Uhr. Wünschenswert wäre, wenn sich möglichst viele Schlewecker zu der anschließenden Kranzniederlegung und zum Gottesdienst einstellen würden. Am Nikolaustag sind die Kinder um 17 Uhr zu einer kleinen Andacht in der Kirche geladen, wo dann eine halbe Stunde später auch der Nikolaus mit Geschenken kommen wird. Der Seniorenadvent letztlich findet am 8. Dezember im Dorfgemeinschaftshaus statt. Der neue Ortschronist Werner Fellmann hat sich bereit erklärt, die Anwesenden mit einer Schlewecker Bilderserie zu unterhalten. Es werden an diesem Nachmittag aber auch Gedichte vorgetragen, und man wird gemeinsam singen.