Propst Gleicher: „Eigentlich dürfte man ihn nicht weglassen“

Musikalischer Pfarrer: Auch bei seinem Abschied in der Schlewecker Marienkirche griff Dennis Sindermann noch einmal zur Gitarre. Nach siebeneinhalb Jahren wechselt Sindermann nach Braunschweig-Ölper.

Pfarrer Dennis Sindermann verabschiedet / Siebeneinhalb Jahre wirkte er in der Region

Mit der Kirche haben viele Menschen in Deutschland heutzutage wenig am Hut. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein Pfarrer mit solch vielen Lobesworten verabschiedet wird. Am vergangenen Sonnabend hielt Dennis Sindermann seinen letzten offiziellen Gottesdienst in der Region ab. Siebeneinhalb Jahre lang war er für die Ortschaften Volkersheim, Schlewecke und Werder zuständig, ein Jahr weniger als Vakanzvertretung auch für Mahlum und Bodenstein. Dort übernahm er 2011 die Nachfolge von Uta Hirschler, die in Braunschweig zur Pröpstin gewählt wurde. In die Löwenstadt zieht es auch Sindermann. Schon am kommenden Montag wird er im Stadtteil Ölper seinen Dienst antreten.
Die Kirche in Schlewecke, die größte in den fünf Ortschaften, war am Samstagabend bestens gefüllt und bot somit einen würdigen Rahmen für den Abschied. „Es ist besser, wenn wir traurig sind, als wenn wir Beifall klatschen würden“, sagte Propst Thomas Gleicher. Er dankte dem beliebten Pfarrer für den Einsatz aller seiner Talente, von Musik über Theater bis hin zum Leiten der Gemeinde. Er habe eine positive Bewegung gebracht, gute Kontakte auch zu den Jugendlichen gehalten: „Er hat keine Berührungsängste, sondern geht auf die Menschen zu und ist ein Pfarrer zum anfassen“, hob Gleicher hervor. In seiner Zeit konnte er drei Gemeinden überzeugen, zu fusionieren. Die Ortschaften Volkersheim, Schlewecke und Werder fungieren nun unter dem Namen St. Jacobus im Ambergau: „Du hast in die Zukunft agierst. Es ist keine Selbstverständlichkeit zu schauen, was morgen ist. Da besteht in Deutschland oft eine Angst. Für die Kirche ist es bei zurückgehenden Mitgliedszahlen aber nötig, in der Fläche zu fusionieren.“ Denn so sei insgesamt weniger Verwaltung nötig und es könne mehr Kraft in die Seelsorge gesteckt werden. „Auch als Propsteijugendpfarrer und in der Synode hast du dich immer konstruktiv eingebracht“, lobte der Propst.

Den vollständigen Artikel lesen sie in der Print-Ausgabe des Beobachters vom 11. Mai 2017.