140.000 Euro für ehrenamtliche Projekte

Mit 140.000 Euro jährlich unterstützt der Energieversorger HarzEnergie die Arbeit der Ehrenamtlichen im Versorgungsgebiet für zunächst drei Jahre. Von links: Renate Krause, Thomas Brych, Frank Uhlenhaut, Erik Homann und Dr. Hjalmar Schmidt. (Foto: Niemann)

HarzEnergie hat einen Ehrenamtsfond ins Leben gerufen

Da die Kommunen in der Region vor großen Herausforderungen stehen was die positive Zukunftsgestaltung angeht und dabei das Ehrenamt einen immer größeren Stellenwert einnimmt, hat der Energie Versorger HarzEnergie einen Ehrenamtsfond ins Leben gerufen, um das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen. In dem Topf befinden sich 140.000 Euro, die für Projekte in den Kommunen abgerufen werden können. Dieser Betrag wird jährlich und zunächst für drei Jahre zur Verfügung gestellt. Das Fördergebiet entspricht im Wesentlichen dem Versorgungsgebiet des Energieversorgers.
Bei einem Pressegespräch am Montag wurde das Projekt offiziell in den Räumen der AWO im Jacobsonhaus in Seesen vorgestellt. Der Bürgermeister der Stadt Erik Homann zeigte sich erfreut darüber, dass für die Präsentation das Jacobsonhaus ausgewählt wurde, das im Rahmen des TRAFO-Projektes der Kulturstiftung des Bundes transformiert und inhaltlich auch auf die Förderung des Ehrenamtes in kultureller Hinsicht umgestaltet werden soll. Homann bezeichnete den Ehrenamtsfond als eine sehr gute Idee, das Ehrenamt zu unterstützen, Anreize zu schaffen und als Starthilfe für das ehrenamtliche Engagement zu fungieren. Das Ehrenamt mache glücklich und setze besondere Kräfte frei, so der Bürgermeister, der mit dem Fond auch die Hoffnung verknüpfte, dass dadurch in den Kommunen auch vieles neues entstehen könne. Dass das Ehrenamt eine wichtige Säule der Gesellschaft sei, betonte der Geschäftsführer der HarzEnergie Dr. Hjalmar Schmidt. Viele Menschen würden sich über die Maßen engagieren, denen man nicht genug danken könne.
Frank Uhlenhaut, Kommunalmanagement HarzEnergie, erklärte die Voraussetzungen und Grundzüge des Ehrenamtsfonds. Dieser sei nicht so angelegt, dass der, der zuerst komme davon profitiere, sondern dass alle Kommunen im Versorgungsgebiet daran teilhaben können. Das Budget werde aufgeteilt auf 135 Orte, die einwohnerbezogen zwischen 250 und 3.000 Euro erhalten können.
Auch sei es möglich, dass sich Ortschaften zusammentun, um gemeinsam etwas zu realisieren, so Uhlenhaut. Zusätzlich wird jährlich ein Sonderpreis mit 3.000 Euro ausgelobt. Das beste Projekt soll Beispielcharakter haben und die Fortentwicklung des Ehrenamtes fördern. Alle Projekte sollen ebenso in einem Buntbuch des Ehrenamtes aufgenommen werden.
Landrat Thomas Brych sei sofort von der Idee begeistert gewesen, sagte er, und lobte das Unternehmen dafür, Verantwortung für die Region zu übernehmen. Da man an den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen gebunden sei, sei es heutzutage schwerer, Gelder auszugeben. Mit dem Fond werde den Ehrenamtlichen Wertschätzung entgegengebracht. Dass mit diesem Fond im Hintergrund noch viel mehr möglich sein werde, sagte Renate Krause, Ehrenamtsbörse Seesen, die sich im Namen der Ehrenamtlichen für die Unterstützung bedankte. Herma Niemann


Fördersummen für
Ehrenamtsprojekte
in den Ortschaften:
Bis 499 Einwohner, 250 Euro.
500 bis 999 Einwohner, 500 Euro.
1.000 bis 1.999 Einwohner, 1.000 Euro.
2.000 bis 5000 Einwohner, 2.000 Euro.
Und ab 5.000 Einwohner, 3.000 Euro.