22 Jahre Partnerschaft mit Rauna

Vorstand, Mitglieder und Freunde der Kirchlichen Lettlandhilfe klopften das Programm für die 25-köpfige Besuchergruppe aus Rauna fest.

Kirchliche Lettlandhilfe bekommt nächste Woche Besuch / Großer Informationsabend am 13. Juni

Wenn eine Mitgliederversammlung den Zusatz „außerordentlich“ trägt, dann stecken meistens besondere Anlässe dahinter. So auch bei der jüngsten Zusammenkunft von Vorstand, Mitgliedern, Freunden und Unterstützern der Kirchlichen Lettlandhilfe. Man mag es kaum glauben, aber die Partnerschaft mit Rauna besteht seit mittlerweile 22 Jahren.

Grund genug für eine besondere Veranstaltungswoche, die unmittelbar nach dem bevorstehenden Pfingstfest beginnen wird.
Am späten Dienstagabend, 10. Juni, werden etwa 25 Gäste aus Rauna und Umgebung in Seesen erwartet und im Kirchenzentrum empfangen. Mit dabei sind unter anderem die Vorsitzende der „Stiftung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Rauna – Diakonisches Zentrum“, Anita Lubuze, sowie Pastor Roberts aus Riga, dessen Ehefrau aus Rauna stammt. Sprachschwierigkeiten dürfte es nicht geben. Eine Deutschlehrerin aus der nordlettischen Stadt Cesis steht als Dolmetscherin zur Verfügung.
Am Tag nach der Ankunft steht zunächst ein Besuch Goslars auf dem Programm. Pfarrer Christian Tegtmeier wird den Gästen die Reize der altehrwürdigen Kaiserstadt zeigen. Der Seelsorger aus Kirchberg wird auch die am darauffolgenden Donnerstag anstehende Tour in den Harz leiten. Nach dieser sicher etwas kräftezehrenden Unternehmung kommt zum Tagesabschluss ein gemeinsamer Grillabend in Kirchberg gerade recht.
Eindeutig im Mittelpunkt des Besuchsprogramms dürfte der Freitag kommender Woche, 13. Juni, stehen. Nach dem gewohnten Frühstück im Kirchenzentrum wird zunächst Pfarrer Thomas Weißer die Gäste dort beziehungsweise in der St.-Andreas-Kirche willkommen heißen und über die Gemeindearbeit vor Ort berichten. Anschließend empfängt Bürgermeister Erik Homann die Gruppe im Rathaus.
Nach einem stärkenden Mittagessen im Alten- und Pflegezentrum St. Vitus wird hier Dieter Neuse die Gelegenheit nutzen, um durch die Einrichtung zu führen. Seesen ein wenig näher kennenlernen können die Besucher im Anschluss bei einem kleinen Stadtbummel, bevor schließlich auch noch ein Abstecher zu den Asklepios Kliniken Schildautal vorgesehen ist. Dr. Reiner-Joachim Gloeckner zeichnet vor Ort für diesen Part verantwortlich.
Ein weiterer Höhepunkt folgt, denn an besagtem Freitag ab 19.30 Uhr wird es einen großen Informationsabend der Kirchlichen Lettlandhilfe im Kirchenzentrum geben, der sich vor allem an die breite Öffentlichkeit richtet. „Dazu sind ausdrücklich alle interessierten Einwohner herzlich eingeladen“, betont denn auch der 1. Vorsitzende der Kirchlichen Lettlandhilfe, Pastor i. R. Kurt Hoppe. Zusammen mit den Gästen aus Rauna will man in lockerer Atmosphäre auf die 22-jährige Geschichte der Partnerschaft zurückblicken.
Für die musikalische Umrahmung wird in gewohnt stimmungsvoll-heiterer Manier die Seesener Skiffle-Formation „Quasimodo Knöterich“ sorgen. Was die Informationsschwerpunkte an diesem Abend betrifft, so wird Klaus Hoppe über die Hilfstransporte ganz allgemein sowie Dieter Neuse über das Aufbaulager – Gemeindehaus und Pensionat – berichten. Außerdem wird ein Blick auf die Arbeit der Stiftung beziehungsweise des Diakoniezentrums der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rauna geworfen. Holger Neubert bietet einen Einblick in die Posaunenexkursionen, während Renate Hoppe die Arbeit des Ladens „von Menschen für Menschen“ unter die Lupe nimmt. Weiter informiert wird über die Altentagesstätte in Rauna (Anita Lubuze), über die Gemeinde-Studienfahrt (Uwe Metzing) sowie über die Kirche und Kirchengemeinde (Pastor Roberts aus Riga).
Doch das ist noch nicht alles. Wie Kurt Hoppe weiter mitteilte, wird an diesem Abend auch eine breite Palette an kunstvollen, handgefertigten Töpferwaren sowie eine größere Auswahl an gewebten und gestrickten Textilien aus Rauna präsentiert. Die Produkte können natürlich gern auch käuflich erworben werden. Am folgenden Sonnabend treten die Gäste dann wieder die Reise gen Osten an.