44 weitere Flüchtlinge in Seesen aufgenommen

Der Leiter des Fachdienstes Allgemeine soziale Hilfen des Landkreises Goslar, Frank-Michael Kruckow (5. von links), gab während der Zusammenkunft des Präventionsrates im Rathaus einen Überblick über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Landkreis.

Präventionsrat der Stadt beschäftigte sich mit dem Thema Unterbringung und Integration

Wie bereits berichtet, hat sich der Präventionsrat der Stadt Seesen vor wenigen Tagen mit dem Thema „Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Seesen“ beschäftigt. Aktuell sind laut Mitteilung der Stadt Seesen zirka 120 Flüchtlinge in rund 40 Wohnungen im Stadtgebiet untergebracht. Zu den ständigen Mitgliedern des Prävantionsrates gehören unter anderem Vertreter der Schulen, der Polizei, des Amtsgerichts, Bezirkssozialarbeiter, Jugendfreizeitstätte, Caritas Goslar, Stadtelternrat, Lebenshilfe, das Zentrum für Einzel- und Familienberatung sowie Vertreter vom Arbeitskreis Integration.

Der Leiter des Fachdienstes Allgemeine soziale Hilfen des Landkreises Goslar, Frank-Michael Kruckow gab zunächst einen Überblick über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Landkreis. Demnach ist der Landkreis zuständig für die Neu-Zuweisung, organisiert die Unterbringung von nach dem Aufnahmegesetz zugewiesenen Flüchtlingen. Dies geschieht bedarfsgerecht, dezentral und menschenwürdig. Die Durchführung erfolgt aufgrund vertraglicher Grundlage durch die Ambulante Hilfe Goslar (AHG) und erstreckt sich auf die Bereitstellung möblierter Wohnungen mit „Erstausstattung”, Dienst- und Beratungsleistungen während des „Zuzugstadiums” durch sozialpädagogische Fachkräfte der Ambulanten Hilfe. Im gesamten Landkreis wurden im Jahr 2014 insgesamt 493 Flüchtlinge aufgenommen, im Jahr 2015 werden es voraussichtlich 700 Flüchtlinge sein, was bedeutet, das rund 280 Wohnungen zur Verfügung gestellt werden müssen.
Im Stadtgebiet Seesen wurden im vergangenen Jahr 120 Personen in 24 Wohnungen untergebracht, davon 17 aus Syrien, vier aus der Russischen Föderation und 99 aus den Westbalkanstaaten. Bis zum 31. März dieses Jahres wurden 44 Personen in zwölf Wohnungen in Seesen und den Stadtteilen untergebracht, der Landkreis gewährt dabei die Leistungen zum Lebensunterhalt und Krankenschutz, die Erstausstattung wird mit Bund und Land abgerechnet.

Mehr zum Thema lesen Sie in der morgigen Ausgabe vom 20. Mai. Damit der Tag gut anfängt.