500 Liter Diesel auf A 7 – 100.000 Euro Schaden!

500 Liter Diesel flossen auf die A7. (Foto: Laumann)
Am Mittwoch, gegen 18 Uhr, platzte einem Lkw auf der A 7, Fahrtrichtung Süden zwischen Bockenem und Rhüden, ein Reifen. Ein zweiter Lkw fuhr über die Reifenteile und riss sich dabei einen Luftschlauch der Druckluftanlage ab. Ein dritter Lkw riss sich durch die hochgeschleuderten Teile am Tank die Dieselleitung ab. Ohne dass der Fahrer dies zunächst merkte, setzte er seine Fahrt fort, bis er nach etwa 600 Metern den Dieselverlust bemerkte und anhielt. Er alarmierte sofort die Polizei und die Feuerwehr.
Doch bis die Rettungskräfte eintrafen, flossen mehr als 500 Liter Diesel über die Autobahn, in das angrenzende Erdreich und in die Kanalisation. Da der am liegengebliebenen Lkw vorbeilaufende Verkehr den Diesel immer weiter verteilte und ein gefährlich glatter Schmierfilm entstand, sperrte die Autobahnpolizei die A 7 in Fahrtrichtung Süden komplett.
Dadurch staute sich der Verkehr auf der A 7 vor der Anschlussstelle Bockenem auf eine Länge von etwa zehn Kilometern. In diesem Stau verpassten sicher Hunderte von Verkehrsteilnehmern das rechtzeitige Nachhausekommen, um das Fußballspiel Deutschland–Ghana zu sehen.
Zum Einsatz an der Schadenstelle kamen neben zwei Funkstreifenwagen der Autobahnpolizei ein dritter aus Bad Salzdetfurth, Feuerwehrkräfte aus Bockenem, Groß Düngen, Rhüden, Seesen und der Werkfeuerwehr der Firma Züchner aus Seesen, Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Seesen, ein Vertreter des Landkreises Goslar und mehrere Firmen, die sich auf die Beseitigung von Ölschäden spezialisiert haben.
Der Schaden übersteigt sicher einen Betrag von 100.000 Euro.