990 Jahre Hahausen: Dorf feiert zweitägiges Fest

Im Bereich des DGH und der Straße „Am Platz“ werden die Festivitäten zum 990-jährigen Dorfjubiläum stattfinden.

„Mit gesunder, herzerquickender, würziger Harzluft durchströmt“

Dort, wo die Ausläufer des Harzes sich der untergehenden Sonne entgegenstrecken, liegt, angelehnt an dieses schöne Waldgebirge und seine Ausläufer, der Luftkurort Neuekrug-Hahausen, ein braunschweigischer Ort mit etwa 860 Einwohnern. An drei Seiten umgeben diesen Ort herrliche Buchen- und duftende Nadelwälder; nur die vierte Seite gestattet dem Auge, hinwegzublicken über seine große, weite Ebene. Aber was ist es, was das Auge dort erschauet? Es sind Stätten, die vom Rauben, Sengen und Morden des 30-jährigen Krieges erzählen können, es ist das Schlachtfeld von Lutter am Barenberg (26. August 1626). Das Denkmal des General Fuchs auf dem Rodefelde, die Pöbbeckenmühle, Kiliansloch und alte, noch erkennbare Schützengräben, sind Zeugen jener schweren Zeit der Verwüstung. – Da, lieber Gast, liegt unser stilles Dorf, fern vom ohrenbetäubenden Lärm der Großstadt, frei von Ruß und Qualm der Industrie, mit gesunder, herzerquickender, würziger Harzluft durchströmt.“ – Mit dieser Beschreibung (nachzulesen im Internet unter www.hahausen.de) wurden in den 30er Jahren in einem Prospekt die Werbetrommel für Hahausen, „einem kleinen idyllischen Ort am nordwestlichen Rand des Harzes gelegen“, gerührt.
Nun, in dem kleinen Dörfchen rüsten derzeit der 1. Bürger, Henri Hoffmeister, gemeinsam mit den Mitstreitern des Festausschusses für die 990-Jahrfeier, die am 22. und 23. Mai über die Bühne gehen wird. Der Vorsitzende des Gemeinderats brachte in einem Gespräch mit dem „Beobachter“ zum Ausdruck, dass man dabei auf ein größeres Zelt verzichten wolle. Die Festivitäten – eine Art „Generalprobe“ für das 1000-jährige Bestehen, das dann 2018 ganz groß begangenen werden soll – würden im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses und der Straße „Am Platz“ stattfinden.
Los geht’s am Sonnabend, 22. Mai mit einem Heimatnachmittag, der unter anderem Auftritte der Hahäuser Kulturträger bei Kaffee und Kuchen vorsieht. Am Abend wird im Rahmen des offiziellen Teils ein Rückblick auf die verflossenen 990 Jahre gehalten, und anschließend darf das Tanzbein geschwungen werden.
Am Sonntag, 23. Mai, steht nach einem Gottesdienst der „historische Markt“ im Mittelpunkt des Jubelfestes; daran werden sich alle örtlichen Vereine und Verbände beteiligen. Passend zum Markt erklingt zu nachmittäglicher Stund’ mittelalterliche Musik und Gesang bei einem Konzert in der St.-Romanus-Kirche. Den Abschluss bildet ein abendlicher Zapfenstreich.