A 7: Sanierung des Mittelstreifens zwischen Dreieck Salzgitter und Bockenem beginnt

Schadstoffbelastete Materialien werden mit spezieller Kunststoffbahn versiegelt

Auf dem schadstoffbelasteten Abschnitt der Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Salzgitter und der Anschlussstelle Bockenem beginnt die Sanierung des Mittelstreifens.

Kraftfahrer müssen sich daher hier ab Montag, 26. September, auf Behinderungen einstellen. Hierauf wies die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Mittwoch in Hannover hin.
Wie die Behörde weiter mitteilte, wird auf der insgesamt rund 11,8 Kilometer langen Strecke der zweite Überholfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen abschnittsweise gesperrt. Damit stehen je Fahrtrichtung nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Witterungsabhängig werden die Sanierungsarbeiten möglicherweise bis ins Frühjahr 2017 hinein andauern.
Grund für die Sanierung des Mittelstreifens ist eine Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Ursächlich hierfür ist eine nicht sachgerechte Ausführung der Arbeiten zum sechsstreifigen Ausbau zwischen 2011 und 2014. Dabei wurden teerhaltige Bestandteile des alten Straßenaufbaus verwendet. Die Landesbehörde hatte deswegen im Februar 2015 Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim wegen des Verdachtes eines Umweltdeliktes erstattet.
Die veranschlagten Kosten für die Arbeiten im Mittelstreifen belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Nach Auffassung der Landesbehörde müssen diese Kosten in vollem Umfang von der Arbeitsgemeinschaft (Arge) der ausführenden Straßenbaufirmen getragen werden.
Die Sanierung erfolgt durch Aufbringen einer speziellen Kunststoffdichtungsbahn, die den Mittelstreifen wasserdicht verschließt. Dadurch wird das Eindringen von Regenwasser und damit das Auswaschen von Schadstoffen verhindert. Somit müssen die schadstoffbelasteten Materialien erst bei einer zukünftigen Grundsanierung in 20 bis 30 Jahren entfernt werden. Dieses Vorgehen ist mit dem Niedersächsischen Verkehrs- und dem Umweltministerium sowie dem Landkreis Hildesheim als Umweltbehörde abgestimmt.
Im nächsten Jahr sollen auch die Sanierungsarbeiten in den Fahrbahn-Seitenbereichen beginnen. Hierzu werden zurzeit entsprechende Konzepte erarbeitet. Unterhalb der Fahrbahndecke selbst können die Schadstoffe hingegen ohne weitere Behandlung bis auf Weiteres gefahrlos verbleiben.
Abgeschlossen sind bereits die Arbeiten an den Zuwegungen und Umfahrungen im Bereich der sieben Regenrückhaltebecken und sechs Regenrückhaltegräben entlang der Strecke. Hier wurden zwischen August 2015 und Mai 2016 die PAK-belasteten Materialien entfernt. Die hierbei veranschlagten Kosten in Höhe von rund sechs Millionen Euro muss nach Auffassung der Landesbehörde ebenfalls die Arge übernehmen.