A7-Kontrolle: Weihnachtsbuffet aus Osteuropa

Diverses Schmuggelgut wurde auf dem Rastplatz Schwalenberg nahe Seesen sichergestellt.

Drei Spanferkel, rund 100 gefälschte Markenartikel und über 1100 Schmuggelzigaretten durch Zoll sichergestellt

Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 7 am Dienstag hielt eine Streife der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Braunschweig einen Kleinbus an. Der Bus war mit fünf Insassen osteuropäischer Herkunft besetzt.
Bei der Überprüfung des Gepäcks einer 59-jährigen Reisenden staunten die Beamten nicht schlecht. Die Frau hatte drei ganze Spanferkel, diverse Fleisch- und Wurstwaren sowie Molkereierzeugnisse aus ihrer Heimat mitgebracht. Insgesamt wurden knapp 40 Kilo Lebensmittel in ihrem Gepäck gefunden.
„Die Einfuhr von Erzeugnissen tierischen Ursprungs nach Deutschland unterliegt zum Schutz der Verbraucher strengen Regeln. Veterinärrechtliche Kontrollen hierzu finden grundsätzlich bei der Einreise an der Außengrenze der Europäischen Union statt.“, erläutert Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Braunschweig.
Eine solche Kontrolle an der EU-Außengrenze hatte jedoch offensichtlich nicht stattgefunden und so sahen sich die Zöllner vor Ort mit der tierischen Ware konfrontiert. Das umgehend eingeschaltete Veterinäramt des Landkreises Goslar ordnete die sofortige Sicherstellung und Vernichtung der Lebensmittel an.
Zusätzlich fanden die Zöllner im Handgepäck der Dame über 1160 Stück unversteuerte Zigaretten (sechs Stangen).
„Damit aber immer noch nicht genug. Bei einem weiteren Mitreisenden, einem 42-jährigen Osteuropäer, fanden die Kollegen insgesamt 97 Markenfälschungen. Haupt­sächlich handelte es sich um Bekleidung, Handtaschen und Parfüm“, so Mauritz. Zu sämtlichen Aufgriffen wurden Strafverfahren eingeleitet, die Waren sichergestellt und die fälligen Abgaben erhoben.