Abendmusik am Vorabend des Volkstrauertages

Die Mitglieder des Propsteiposaunenchores gestalten am Sonnabend die Abendmusik in „St. Andreas“. (Foto: Poerschke)

Posaunenchor der Propstei Seesen gastiert am Samstag in St.-Andreas-Kirche / Kirchliche Lettlandhilfe sagt Danke

Seesen (poe). Mitte August hatten sich die Mitglieder des Propsteiposaunenchores unter der Leitung von Propsteikantor Andreas Pasemann zu ihrer nunmehr dritten Konzert­reise auf den Weg in die lettische Partnerstadt Rauna gemacht, um dort, aber auch in Dzerbene und in Drusti, insgesamt fünf Konzerte zu geben. Ob im Rahmen des Eröffnungs-Konzerts im „Pensionat“ oder wenig später dann in der „Siedlung“, einem Ortsteil von Rauna, ob in der Kirche zu Dzerbene oder aber in der Kirche zu Rauna – die Besucher waren nicht nur von der musikalischen Leistung der Bläser, sondern auch von der einfühlsamen Ausgestaltung des Programms beeindruckt.
Mit fast genau diesem Programm nun wird der Propsteiposaunenchor am Sonnabend, 12. November, um 18 Uhr im Rahmen einer Abendmusik in der Seesener St.-Andreas-Kirche seine Visitenkarte abgeben.
„Wir möchten uns mit diesem Konzert bedanken“, erklärt der Vorsitzende der Kirchlichen Lettlandhilfe, Pas­tor i. R. Kurt Hoppe. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die überwältigende Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Seesen, die der Herbstsammlung für Rauna ein Rekord-Ergebnis bescherte (der „Beobachter“ berichtete).
Was das Programm am kommenden Sonnabend betrifft, so wird dieses nach der Begrüßung durch Propst Thomas Gleicher mit Joseph Haydns „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ eingeläutet. Die Mitglieder des Posaunenchores der Propstei Seesen (Leitung Andreas Pasemann) intonieren ferner die Musikstücke „Preis und Anbetung“ von C. H. Rinck, „Selig sind die Toten“ von Louis Spohr, „Herr, sei vor uns und leite uns“ von Gottfried Rüger sowie den St.-Antonius-Choral. Sie brin­gen darüber hinaus das Concerto „Wunderbarer König“ von Thomas Riegler, Felix Mendelssohn-Bart­hol­dys „Jauchzet dem Herren alle Welt“, das „Abendlied“ von Joseph Rheinberger und Frank Dröschels „Möge die Straße uns zusammenführen“ zu Gehör.
Es ist also eine anspruchsvolle Abendmusik, mit der sich die Kirchliche Lettlandhilfe bei den vielen Spendern bedanken und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Seesen zugleich auf den Volkstrauertag einstimmen will. Eine Abendmusik, die durch einige meditative Texte eine den musikalischen Part arrondierende Auflockerung erfährt. So werden Fragen zum 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln …“ gestellt, die „Wundersame Zeitvermehrung“ thematisiert und der Text „Ich spreche zu den Engeln meiner erwachsenen Kinder“ reflektiert.
Neben Renate Hoppe wird übrigens die erst kürzlich in ihrem Amt bestätigte Vorsitzende des Stiftungsrates in Rauna, Anita Lubuze, diese Texte lesen – die eine in Deutsch, die andere in Lettisch. Dazu Kurt Hoppe: „Wir freuen uns ganz besonders, dass Anita Lubuze bei uns zu Gast ist, möchte sie sich doch im Namen aller Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Rauna ganz persönlich bei allen Spendern bedanken“.
Alles das, wie erwähnt, am Sonnabend, 12. November, ab 18 Uhr in „St. Andreas“. Der Eintritt ist frei; man würde sich jedoch über Spenden am Ausgang sehr freuen. Diese kommen vorrangig der Arbeit der Kirchlichen Lettlandhilfe zugute.