Airbus-Montage hautnah miterlebt

Die großen „Vögel“ der Airbus-Familie werden in Finkenwerder teilmontiert.

60 Mitglieder des Harzklubs Seesen starteten zu Tagesfahrt nach Hamburg-Finkenwerder

60 Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Seesen waren unter der Leitung von Fritz Hipp zu einer Tagesfahrt zum Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder gestartet.

Nach der Ankunft wurden die Besucher aus dem Vorharz in drei Gruppen aufgeteilt. Per Bus ging es über das Gelände zu den verschiedenen Fertigungshallen. Das Werksgelände und der betriebseigene Flugplatz mit einer etwa 3000 Meter langen Start- und Landebahn liegt auf einer Aufschüttungsfläche des ehemaligen Mühlenberger Lochs. Mit mehr als 15.000 Mitarbeitern ist Hamburg der größte Standort in Deutschland. Die Schwerpunkte liegen im Kabinen- und Rumpfdesign. Die vorderen und hinteren Rumpfsektionen werden im Standort Hamburg montiert und ausgestattet. Der Rumpf des neuen A 350 besteht zu 53 Prozent aus Kohlefaserverbundwerkstoffen. In Hamburg werden Teile des A 318, A 319, A 320, A 330, A 340, A 350 und A 380 gefertigt. Die Endmontage und Auslieferung der A 320 Familie findet im Werk Hamburg statt.
Der A 380, das größte Passagierflugzeug der Welt, bekommt in Hamburg die Kabine und die Lackierung und wird an Kunden in ganz Europa und im Nahen Osten ausgeliefert. Werkseigene Piloten starten und landen auf der Landebahn zu Testflügen. Frachtflüge mit dem Airbus Beluga bringen die montierten Rumpfteile zu den anderen Airbus-Werken. Die großen Teile des A 380 werden auf dem Seeweg transportiert. Jährlich besichtigen etwa 60.000 Personen die Airbus-Werke in Hamburg. Genau so viele Menschen arbeiten bei den Airbus-Werken in Deutschland, Frankreich, England, USA und China. Die der Gruppe zugeteilten Werksführer dirigierten die Gäste äußerst kompetent durch die Fertigungshallen und waren für jede Frage offen. Die Gruppe des HZV Seesen zeigte sich am Ende der Tour begeistert. Die Besichtigung war ein besonderes Erlebnis.
Nach etwa zweieinhalb Stunden ging es mit dem Bus zu einer kleinen Stadtrundfahrt in die Innenstadt von Hamburg. Am Rathaus verließ die Gruppe den Bus und hatte etwa zwei Stunden zur eigenen Verfügung. Bei herrlichem Sonnenschein gab es eine Pause an der Binnenalster mit seinen schönen Hotels und Restaurants. Am späten Nachmittag wurde schließlich die Heimreise angetreten. Die Wandergruppe fuhr zufrieden wieder zurück in der Hoffnung, dass Fritz Hipp im nächsten Jahr wieder eine ähnlich attraktive Fahrt ausarbeitet.