„Aktiv gegen Antisemitismus“

Nach judenfeindlichem facebok-Eintrag: Pressekonferenz in Hannover und Abend mit jüdischer Sakralmusik in Seesen

Zu einer Pressekonferenz hat Professor Andor Izsák für den kommenden Dienstag, 21. Oktober, in die Villa Seligmann nach Hannover eingeladen. Wie es in der entsprechenden Einladung an die Journalisten heißt, hätten weit entfernte Ereignisse in der Weltpolitik dazu geführt, dass hier in Deutschland alteingesessene antisemitsche Vorurteile sich wieder Bahn brechen. „Juden sind scheiße“ schrieb ein CDU-Ratsherr aus Seesen, der Stadt, in der vor zweihundert Jahren die erste Synagogenorgel erklang, wörtlich auf seiner Facebook-Seite.

Einem Parteiausschluss kam er durch eigenen Austritt zuvor. Durch diese und weitere aktuelle Ereignisse ausgelöst, rief der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, zu bürgerlichem Engagement gegen Antisemitismus auf.
Um Gesicht zu zeigen gegen Ressentiments veranstaltet die Stadt Seesen nun demonstrativ einen Abend mit jüdischer Sakralmusik. Im Rahmen dieser Veranstaltung am Freitag, 21. November, um 20 Uhr in der St.-Andreas-Kirche, werden Redner auch deutliche Worte gegen Vorurteile und Antisemitismus finden. Die musikalische Gestaltung des Programms liegt bei dem Europäischen Synagogalchor unter Leitung von Prof. Andor Izsák.
Die politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen Erik Homann, Bürgermeister von Seesen, Rudolf Götz, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender des CDU-Kreisverbandes Goslar, Propst Thomas Gleicher und Prof. Andor Izsák kommen zu dieser Pressekonferenz zusammen und stehen gerne für die Fragen der Journalisten zur Verfügung. Aufgrund der überregionalen Bedeutung findet die Pressekonferenz eigens in Hannover in der Villa Seligmann statt, heißt es abschließend in der Einladung Andor Izsáks.