Alexander Bischoff entscheidet Kampfabstimmung für sich

Viktoria Wolff vom Kreisvorstand gratuliert dem Kandidaten für den Wahlkreis 14, Florian Schmidt, zur Wahl.
 
Kreisvorsitzender Florian Schmidt (links) gratuliert Alexander Bischoff zur Wahl. Der Seesener geht für die Liberalen im Wahlkreis 13 ins Rennen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler.

Pastor aus Seesen geht für die FDP im Wahlkreis 13 bei der Landtagswahl 2018 auf Stimmenfang

Am vergangenen Samstag fanden im Lindenhof in Goslar die Wahlkreisparteitage der Wahlkreise 13 (Seesen, Oberharz, Lutter, Bad Harzburg) und 14 (Goslar, Langelsheim, Vienenburg) der Freien Demokraten (FDP) statt.

Die stimmberechtigten Mitglieder waren aufgefordert, einen Wahlkreis-Kandidaten für die im Januar 2018 anstehende Landtagswahl zu wählen.
Nach einigen Formalien wurde der Tagesordnungspunkt „Vorstellung der Kandidaten“ aufgerufen, der sich im Wahlkreis 13 recht spannend darstellte. Neben dem vom Ortsverband Nordharz (Seesen, Langelsheim, Lutter) ins Rennen geschickten Kandidaten Alexander Bischoff hatte auch der Oberharz mit Olaf Artur Herde einen interessanten Kandidaten aufgestellt.
Zunächst stellte Alexander Bischoff, von Beruf Pastor der Freien Christengemeinde Seesen, sich und seine Ideen zur Landtagswahl vor. Wirtschaft sei demnach einer seiner Schwerpunkte. Selbst früher selbständig, wisse er, wo Selbständigen der Schuh drücke. Als wichtiges Ziel seiner Arbeit sieht er den Abbau von Hürden bei der Existenzgründung. Auch die Kooperation mit der Technischen Universität Clausthal wurde thematisiert. Hier ist nach Ansicht von Alexander Bischoff noch ein großes Potential für die gesamte Harzregion vorhanden, das bislang nicht ausreichend ausgeschöpft worden sei. Als zweiten Schwerpunkt seiner politischen Arbeit sieht er in Anknüpfung an seine Profession als Pastor die Familien- und Bildungspolitik.
Der Oberharzer Olaf Artur Herde legte den Fokus auf die Umweltpolitik, und hier insbesondere auf die Entsorgungsthemen. Mit den Halden im Harz, der Asse und Schacht Konrad vor der Tür und vielen weniger bekannten Orten mit Altlasten gebe es wichtige Aufgaben, die jetzt richtig angepackt werden müssten. Als Geologe und Fachingenieur für diese Fragen sei für ihn nun die Zeit gekommen, seine über 30-Jährige Berufserfahrung als selbständiger Experte in die politische Arbeit einzubringen.
Beide ernteten für ihre politischen Ideen zustimmenden Applaus aus der Versammlung und das Wahlergebnis wurde mit Spannung erwartet. Mit 69 Prozent Zustimmung hatte Alexander Bischoff gegen Olaf Artur Herde, der 22 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte, die Nase vorn. Er konnte aus der Hand des Kreisvorsitzenden Florian Schmidt einen Blumenstrauß als kleinen Dank und die Glückwünsche des Vorstands entgegennehmen.
Die Wahl des Kandidaten im Wahlkreis 14 war weniger spektakulär. Mit dem Kreisvorsitzenden Florian Schmidt stand nur ein Kandidat zur Wahl. Er wurde dann auch mit einer großen Mehrheit von 86 Prozent der Stimmen gewählt. In seiner Vorstellung stellte er klar, dass er fest zu den liberalen Werten stehe. Noch sei er nicht zu allen Themen der Landespolitik aussagefähig, aber er hole in seiner intensiven Vorbereitung auf die Landtagskandidatur täglich auf. Seinen Schwerpunkt sieht er in der Gesundheitspolitik und der Pflege, da er als Krankenkassenfachwirt auf diesem Feld entsprechendes Expertenwissen habe.
Damit die Gewählten ihre politischen Ziele in die Landespolitik einbringen können, müssen die Goslarer Delegierten ihre Kandidaten beim Bezirksparteitag am 10. Juni noch auf einen aussichtsreichen Listenplatz bringen.