Alphornklänge beim traditionellen Neujahrskonzert

Das traditionelle Neujahrskonzert fand in der St. Andreas-Kirche in Seesen statt.

Göttinger Symphonie Orchester präsentiert Alpenglüh’n / Eran Levi sorgt für außergewöhnliches Musikerlebnis

Wieder einmal hat das Göttinger Symphonie Orchester auf Einladung des Seesener „Beobachter“ das traditionelle Neujahrskonzert in der St.- Andreas-Kirche gestaltet. Das renommierte Orchester präsentierte am Mittwochabend unter der Leitung ihres Schweizer Dirigenten Christoph-Mathias Mueller sein Programm unter dem Motto „Alpenglüh’n“ mit Werken von Johann Strauß (Sohn), Otmar Nussio, Ferenc Farkas, Ernst Fischer, Carl Rütti und anderen Komponisten.
Als besonderer Solist war dabei Eran Levi am Alphorn zu erleben. Den Auftakt machte das GSO zunächst aber einmal mit Gedanken aus den Alpen, dem Walzer Op. 172 von Johann Strauss (Sohn), bevor die Engadiner Folklore des Schweizer Komponisten Otmar Nussio die Besucher der St.-Andreas-Kirche mit auf eine Reise durch die Alpen nahm.
Es folgten beim Alpenglüh’n in Seesen Werke von Ferenc Farkas (Concertino rustivo für Alphorn und Streicher), Ernst Fischer (Südlich der Alpen) und Carl Rütti (Rondo für Alphorn und Bläser).
Das Neujahrskonzert 2013 wird bei den meisten Konzertbesuchern aber vor allem durch Eran Levi in Erinnerung bleiben. Der in Naharia/Israel geborene Alphornbläser hatte ein Instrument mit im Gepäck, das wohl noch niemand bei einem Neujahrs­konzert gehört hatte. Levi gehört zu den renommiertesten Interpreten seines Fachs, Er trat in den verschiedensten Lädern Europas und den USA auf. Als einer der bedeutensten Interpreten für Tuba und Euponium erhielt er bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen. Beeindruckend auch wieder einmal Chefdirigent Christoph-Mathias Müller. Er ist seit 2005 künstlischer Leiter des GSO. Sein künstlerisches Charisma macht ein Besuch des Neujahrskonzerts allein zu einem Erlebnis.
Der zweite Teil des Abends begann zunächt mit einer Polka von Eduard Strauss sowie weiteren Werken von Johann Strauss (Sohn). Nach einem erneuten Auftritt Levis am Alphorn gab es zum Abschluss den Strauß-Walzer (Du und Du) und natürlich den in der Zugabe gespielte Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater). Es war ein außerordentliches, weil ungewöhnliches Neujahrskonzert 2013. Der Applaus blieb natürlich nicht aus – ein kurzweiliger Konzert­abend war den Besuchern in jedem Fall beschert.
Und der Seesener „Beobachter“ hat schon jetzt angekündigt die Reihe der Neujahrskonzerte fortzusetzen. Vorraussichtlich dann schon am 2. Januar 2014 – also wirklich ganz früh im neuen Jahr.