Am Bahnhof Seesen rollen die Bagger an

Der Seesener Bahnhof soll ab März moderniseiert und barrierefrei gemacht werden.  (Foto: Mateo)

Rund die Hälfte aller niedersächsischen Bahnhöfe sollen modernisiert werden

Im Rahmen des landesweiten Programms „Niedersachsen ist am Zug! II“ („NiaZ II“) wird der Bahnhof in Seesen in diesem Jahr modernisiert. Die beiden Bahnsteige werden dann auf 55 Zentimeter Höhe gebracht, um einen barrierefreien Einstieg in alle Züge zu ermöglichen. Außerdem wird der Bahnhof mit Aufzügen ausgestattet, die die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige sicherstellen. Baubeginn ist nach derzeitiger Planung Anfang März, teilten jetzt der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und die Deutsche Bahn AG am Freitag mit.
Damit sei ein weiterer Schritt in Richtung Regionalbahnkonzept 2014+ gemacht, erklärte ZGB-Verbandsdirektor Hennig Brandes. Der Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), Hans Joachim Menn, unterstreicht die Bedeutung moderner Bahnhöfe für einen attraktiven Schienennahverkehr: „Sie sind für den Bahnreisenden die Visitenkarte eines Ortes beziehungsweise einer Region“.
Detlef Krusche, Leiter Bahnhofsmanagement Göttingen: „Wir treiben die Modernisierung unserer Bahnhöfe konsequent voran. Daher freuen wir uns, dass wir mit Unterstützung des Bundes das Programm Niedersachsen ist am Zug! II gemeinsam mit dem Land umsetzen können. Diese gute Zusammenarbeit ist Grundlage des Erfolgs für alle Beteiligten zum Nutzen unserer Kunden.“
Der Zweckverband Großraum Braunschweig hatte im Jahr 2012, gemeinsam mit dem Land Niedersachen, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH und mit der DB AG einen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Stationen Salzgitter-Ringelheim, Seesen und Vienenburg, die im Gebiet des Großraumverbandes liegen, geschlossen. Als erste Maßnahme wird in diesem Jahr der Bahnhof in Seesen modernisiert. Die beiden anderen Stationen werden zeitnah folgen.
Die Kosten für die Modernisierung der Stationen in SZ-Ringelheim, Seesen und Vienenburg betragen insgesamt rund zehn Millionen Euro. Der ZGB trägt davon einen Anteil von knapp 760.000 Euro, das Land übernimmt rund 2,27 Millionen Euro.
Von den rund 380 niedersächsischen Stationen sei bereits über die Hälfte modernisiert, bilanziert LNVG-Chef Menn und fügt hinzu: „Wir wollen bis Ende 2014 die 60 Prozent-Marke erreichen“.
Die LNVG, die das Finanzmanagement des Landes für den gesamten ÖPNV koordiniert, fördert über das Bahnhofsprogramm „Niedersachsen ist am Zug! II“ die Modernisierung von rund 40 Stationen zwischen Nordsee und Harz. Mit Zuschüssen von 36 Millionen Euro werden dabei Investitionen von über 100 Millionen Euro ausgelöst – der Rest wird von der Bahn beigesteuert, unter anderem auch durch den Einsatz von Bundesmitteln.