Am Sonntag krachte es heftig auf der A 7

Vier staubedingte Unfälle auf der A 7 innerhalb von zehn Minuten im Rückreiseverkehr

Insgesamt fünf Unfälle in dreieinhalb Stunden innerhalb eines einzigen Autobahnkilometers beschäftigten die Beamten der Hildesheimer Autobahnpolizei am Sonntagnachmittag. Der erste Unfall ereignete sich gegen 13.55 Uhr in Höhe Kilometer 218,5 (Bereich Seesen) in Richtung Hannover. Aus Unachtsamkeit kam ein 65-jähriger Mann aus dem Main-Taunus-Kreis mit seinem Daimler nach rechts von der Fahrbahn ab. Er fuhr auf das Ende der Außenschutzplanke auf, drückte diese nieder und kam rechtsseitig im Seitenraum zum stehen. Am Auto entstand Totalschaden, des Weiteren wurden mehrere Felder der Außenschutzplanke beschädigt.

Um 17.20 Uhr kam es fast an der gleichen Stelle zu einem zweiten Unfall. Im dichten Verkehr fuhr eine 31-jährige Münchnerin mit ihrem Auto auf ein weiteres Fahrzeug auf, es entstand geringer Sachschaden. Bedingt durch den dichten Reiseverkehr (Ferienende in Niedersachsen) und diesen Unfall kam es sofort zu einem Stau, in dessen Folge sich gleich drei Anschluss-Unfälle ereigneten.
Zwei dieser Unfälle ereigneten sich fast zeitgleich – je 300 Meter
vor und nach dem Unfall der Münchnerin. In beiden Fällen mussten Autofahrer verkehrsbedingt bremsen. Der dahinter fahrende Fahrer bemerkte den Bremsvorgang noch rechtzeitig, der jeweils an dritter Stelle befindliche Fahrzeugführer fuhr jedoch auf und schob die vor ihm fahrenden Fahrzeuge zusammen. Eine 60-jährige Frau aus Hessen verursachte auf diese Art einen Schaden von rund 6500 Euro, als sie mit ihrem 5er BMW einen Fiat Punto auf den davor fahrenden BMW schob.
Eine 46-jährige Hannoveranerin schob mit ihrem Volvo einen Seat Leon und einen Audi A4 zusammen, hierbei entstand ein Schaden von rund 12.500 Euro.
Bei beiden Unfällen wurden die in der Mitte befindlichen Fahrzeugführer – eine 72-Jährige aus Schleswig-Holstein und eine 29-jährige Hannoveranerin- leicht verletzt. Nur wenige Minuten später ereignete sich am Stauende ein weiterer ähnlicher Unfall – statt drei Fahrzeugen waren nunmehr vier Wagen beteiligt. Ein 29-Jähriger aus Nürnberg schob mit seinem VW Bora gleich drei weitere Fahrzeuge aufeinander und verursachte so einen Schaden von rund 11.000 Euro. Glücklicherweise blieben hier alle Beteiligten unverletzt. Insgesamt kam es während der Unfallaufnahme zu einer Staubildung von rund sechs Kilometern Länge.