Anna Poth und F. W. Bernstein heute Abend im Städtischen Museum

Anna Poth und F. W. Bernstein sind heute Abend im Städtischen Museum zu Gast.

Zeitlos und unverfälscht – „Poth für die Welt“ / Humor, Geist und Witz vom Feinsten

Seesen (poe). Chlodwig Poth ist eine Legende der deutschen Satire-Geschichte. Er gehörte neben Robert Gernhardt, Hans Traxler und Eckhard Henscheid zu den Mitgliedern der „Neuen Frankfurter Schule“, war Mitbegründer der Zeitschriften „Pardon“ und „Titanic“. Chlodwig Poth, der am 8. Juli 2004 im Alter von 74 Jahren starb, führte sechs Jahrzehnte lang in seinen Zeichnungen, Bildgeschichten und Wimmelbildern den Deutschen ihren Alltag und dem links-alternativen Milieu die eigene Spießigkeit zwischen Sofa, Bett und Fernsehen vor Augen. Aus seiner Feder stammt auch der heitere Roman „Die Vereinigung von Körper und Geist mit Richards Hilfe“. Daraus und „Aus dem Leben eines Taugewas“ wird Anna Poth, die Witwe des genialen Karikaturisten, am heutigen Donnerstag um 19 Uhr in den Räumen des Städtischen Museums Seesen lesen. Dazu laden die Stadt Seesen und der Freundeskreis Städtisches Museum herzlich ein. Der Eintritt ist frei; für das „kulinarische Ambiente“ wird gesorgt sein.
Begleitet wird Anna Poth von F. W. Bernstein (alias Professor Fritz Weigle).
Bernstein, der zu den Meistern der deutschen „Hochkomik“ zählt, der sich als Lyriker, Zeichner und Satiriker profilierte und der nach Robert Gernhardt (2006) und Loriot (2007) im Jahre 2008 beispielsweise den „Wilhelm-Busch-Preis“ entgegennehmen konnte, wird aus seinem eigenen Werk lesen. Ein Abend mit Humor und Geist, mit pointiertem Witz, aber auch einer gewissen Nachdenklichkeit ist also garantiert.