Arbeit für Seesen muss weiter intensiviert werden

Die Themen Interkommunale Zusammenarbeit, die regionale Wirtschaft und die städtischenFinanzen standen bei der Stippvisite des Regionspräsidenten Hauke Jagau auf der Tagesordnung. Vertreter der SPD Seesen und Bürgermeister Hubert Jahns hatten Jagau (hint
 
Hauke Jagau war amFreitag zu Gast im Seesener Rathaus.

Präsident der Region Hannover, Hauke Jagau, besucht die Stadt Seesen und sucht das Gespräch mit der SPD

Bürgermeister Hubert Jahns konnte am vergangenen Freitag den Präsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau, in Seesen begrüßen. „Ein alter Bekannter“, wie der Bürgermeister vermerkte, ist doch Jagau von 1996 bis 2006 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Laatzen gewesen und ihm beim Städtetag daher des Öfteren schon begegnet.

Seesen (uk). Als weitere Gäste konnte Bürgermeister Jahns während des Austausches mit dem Regionspräsidenten unter anderem die Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch, SPD-Bürgermeister-Kandidatin Hanna Kopischke und die Spitzen der Seesener SPD, Fraktionsvorsitzender Dietrich Krause und Parteivorsitzende Michaela Meyer begrüßen.
Bevor es um die Probleme zur InterkommunalenZusammenarbeit, den städtischenFinanzen und die regionale Wirtschaft ging, berichtete Thorsten Scheerer, Vorstand des Stadtmarketings Seesen, im Sitzungszimmer des Verwaltungsgebäudes über die Entstehung und den erfolgreichen Werdegang der Genossenschaft Stadtmarketing.
Man habe sich, soScheerer, bewusst gegen eine Verein oder GmbH als Rechtsform entschieden, weil die Genossenschaft unkompliziert arbeite und gleichzeitig alle Beteiligten auf Augenhöhe kommunizieren könnten. Nach jahrelangen Vorbereitungen sei die Genossenschaft seit 2008 aktiv. Den Löwenanteil der Finanzierung übernehme zwar die Stadt Seesen, doch werde die Gesamtfinanzierung erst durch Sponsoring und die Mitglieder komplettiert.
Elke Roch, Projektmanagerin des Stadtmarketing, verwies auf das Projekt „Kultur in Dosen“, das imRahmen der Aktion „Ab in die Mitte – Die Cityoffensive“ gestartet wurde und das nachhaltig die Stadt Seesen prägen könnte – auch über das Jahr 2011 hinaus.
Zum Thema Interkommunale Zusammenarbeit vermerkte Regionspräsident Jagau zunächst einmal, dass die Region Hannover nicht mit der Region Braunschweig zu vergleichen sei. So sei der Zusammenschluss Hannovers deshalb unkomplizierter, weil hier nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Körperschaften des öffentlichenRechts zusammengeführt wurden. Gleichwohl bestärkte er denSeesener Bürgermeister darin, auf seinemWeg mit allen Nachbarn Gespräche zu führen, um zu sinnvoller Zusammenarbeit zu kommen, weiterzumachen.
Bürgermeister Hubert Jahns wies darauf hin, dass Seesen mittlerweile einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann. Zurückzuführen sei dies auf gemeinsame Beschlüsse desRates, zu sparen sowie Verschlankung der Verwaltung und Baubetriebshof und durch zusätzlich Einnahmen bei der Gewerbesteuer.
Jagau lobte die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung, die mit dazu beigetragen haben, dass Seesen weiterhin handlungsfähig ist. Sowohl Jahns als auch Jagau waren sich einig, dass man eine Gemeindefinanzreform benötige, um die kommunale Selbstverwaltung auf Dauer zukunftsfähig zu machen.
Beim Thema Regionale Wirtschaft stellten die Anwesenden fest, dass Seesen deshalb vergleichsweise gut aufgestellt ist, weil hier der Wegfall von Arbeitsplätzen in der Industrie durch Dienstleistungen allen voran im Gesundsheitswesen(Asklepios Kliniken Schildautal) zumGroßteil kompensiert werden konnte. Trotzdem bleibe es notwendig, im Rahmen der Wirtschaftsförderung weiterhin aktiv zu sein. Auch mit Blick auf den demografischen Wandel und den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften müsse alles unternommen werden, um die Stadt auch weiterhin mit Impulsen zu positionieren. Zum Abschluss seines Besuches im Rathaus trug sich Jagau in das goldene Buch der Stadt Seesen ein.
Im Anschluss ging es weiter zum Naturschutzgebiet Netteauen und Hochwasserrückhaltebecken in Rhüden. Den Abschluss bildete in Rhüden im Haus der Vereine schließlich eine SPD-Wahlkampfveranstaltung zum Thema „Daseinsvorsoge – Die Rolle der SPDheute“.Mehr in einer der nächsten„Beobachter“-Ausgaben.
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