„Arbeitslosenzahlen korrekt erfasst und veröffentlicht!“

Hans-Walter Pallinger weist Vorwürfe der IG BAU zurück.

Hans-Walter Pallinger weist Vorwürfe der „Trickserei“ seitens der IG BAU entschieden zurück

Seesen/Goslar (bo). Die Agentur für Arbeit Goslar betont, dass sie sämtliche Arbeitslosenzahlen statistisch korrekt erfasst und veröffentlicht. Die Gewerkschaft IG BAU hatte in einer Mitteilung von „Trickserei“ im Zusammenhang mit der Arbeitslosenstatistik älterer Menschen gesprochen (der „Beobachter“ berichtete). Dies weist Hans-Walter-Pallinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Goslar zurück: „Wir geben monatlich die gesetzlich definierte Arbeitslosenzahl bekannt. Darüber hinaus veröffentlichen wir stets Angaben zur Unterbeschäftigung, um das Defizit an regulärer Beschäftigung noch konkreter abzubilden. Wir sorgen für größtmögliche Transparenz.“
Zur Unterbeschäftigung zählten neben Arbeitslosen solche Personen, die an „Maßnahmen“ teilnehmen (beispielsweise Weiterbildung oder Ein-Euro-Jobs) oder aus einem anderen Grund die Kriterien für Arbeitslosigkeit nicht erfüllen, erläuterte Pallinger. Dazu gehörten auch über 58-jährige Arbeitslosengeld II-Empfänger, die seit einem Jahr keinen Stellenangebot bekommen haben.
Der Arbeitsmarktexperte erklärt, dass der Gesetzgeber regele, wer als arbeitslos gezählt wird. Dieser habe entschieden, dass Personen über 58 Jahre nicht mehr als arbeitslos gelten, die mehr als zwölf Monate Grundsicherung bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten wurde.
„Wer jedoch weiterhin arbeiten möchte und unsere Unterstützung will, wird diese auch auf jeden Fall bekommen,“ ergänzt Pallinger.