Arbeitslosigkeit saisonal angestiegen

Im Bereich der Geschäftsstelle Seesen sind im Vergleich zum Vorjahr 60 Arbeitslose weniger gemeldet.

Im Geschäftsstellenbezirk Seesen liegt die Quote bei aktuell 7,6 Prozent / Viele Ausbildungsstellen noch unbesetzt

Nach Mitteilung der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar ist die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Seesen von Dezember auf Januar um 106 auf 924 Personen gestiegen. „Hintergrund ist, dass sich die saisonale Arbeitslosigkeit durch den warmen November und Dezember auf den Januar konzentriert hat“, erklärt Oliver Jahn, Geschäftsstellenleiter für Seesen. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 7,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,0 Prozent. Dabei meldeten sich 254 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 26 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 151 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-38).

Am Arbeitsmarkt weiter positive Entwicklung
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um zwei Stellen auf 157 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 33 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 22 neue Arbeitsstellen, zehn weniger als vor einem Jahr. Je nach Wetterlage werde sich die Situation in den kommenden Monaten wieder entschärfen – wenn zum Beispiel die Außenberufe die Arbeit wieder aufnehmen können.
„Die positive Entwicklung am Seesener Arbeitsmarkt ist im Vorjahresvergleich deutlich: 60 Arbeitslose weniger sind gemeldet“, sagte Jahn.
Was die Arbeitslosenzahl im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar angeht, so ist auch diese im Januar saisonal gestiegen. Gegenüber dem Dezember waren 1.537 beziehungsweise 7,2 Prozent mehr Menschen arbeitslos und somit insgesamt 22.991. Das sind 1.191 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,2 Prozent.
„Durch die warmen und frostfreien Monate November und Dezember hat sich die saisonale Arbeitslosigkeit auf den Januar verschoben. Der übliche Anstieg ist in den letzten Monaten sehr moderat ausgefallen, so dass wir im Januar nun rund 1.500 Menschen mehr in der Statistik zählen – davon 1.000 allein bei der Arbeitsagentur“, kommentiert Harald Eitge, Leiter der Agentur für Arbeit Braun- schweig-Goslar, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Januar 28.436. Das sind 1.619 oder 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

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