Ardagh bestätigt geplante Entlassungen

Bei Ardagh werden rund 30 Mitarbeiter unter Umständen ihre Jobs verlieren. Die Stanzerei wird nach Tschechien verlegt. Produktentwicklungen sollen aber dazu beitragen, dass der Standort Seesen erhalten bleibt. Die Dosenfertigung, Kanisterfertigung und Eimerfertigung bleibt in Seesen erhalten, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Plant-Manager Emmanuel Hoffmann äußert sich: „Wettbewerbsfähigkeit muss gesichert werden!”

Nachdem der „Beobachter” über mögliche Entlassungen durch Betriebsauslagerung der Stanzerei bei der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH berichtet hatte, hat sich nun Plant-Manager Emmanuel Hoffmann gemeldet.

Er bestätigte gegenüber unserer Zeitung das Unternehmensvorhaben, an ihrem Standort in Seesen nach eingehender Überprüfung eine „Restrukturierung“ durchzuführen.
Die Produktion von Komponenten zur Dosenfertigung wird vom bisherigen Produktionsort Seesen nach Teplice in Tschechien verlagert. Hohe Produktionskosten im Vergleich zum Wettbewerb machen dieses Vorhaben erforderlich.
„Mit dieser Maßnahme soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Seesen nachhaltig gesichert werden”, heißt es. Das Unternehmen sei bemüht, die Auswirkung dieser Veränderung auf die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Die Verhandlungen mit den Betriebsräten werden in Kürze aufgenommen. Ein Sprecher von Ardagh: „Natürlich bedauern wir die Auswirkungen dieser für uns schwierigen Entscheidung. Durch diese Maßnahme, gepaart mit Produktneuentwicklungen, wird allerdings die Zukunft des Standorts gesichert und die Arbeitsplätze für einen Großteil der Mitarbeiter erhalten. Wir werden damit unsere Wettbewerbsfähigkeit bewahren und Wachstumspotenzial generieren.“