AsF-Frauen überreichen Basar-Erlös an die Seesener Brücke

yIn den Räumlichkeiten der Seesener Brücke wurde am Montag von den ASF-Frauen der Erlös des „Zu-schade-für-den-Müll-Basars“ übergeben (von links nach rechts): Chris Naujok, die beiden Sozialpädagogen Rüdiger Wacknitz und Iris Kraatz, Petra-Emmerich Kopatsch, Bettina Lechthaler-Schiedt (ASF-Vorsitzende), Michaela Meyer, Inge Uhde, Karin Imhof und Inge Dannemann.

Insgesamt 530 Euro werden für neue Projekte mit Jugendlichen überreicht / Aufgaben der „Brücke“ dargestellt

Die „Seesener Brücke“ gibt es in Seesen schon seit vielen Jahren. Die beiden Sozialpädagogen Iris Kraatz und Rüdiger Wacknitz arbeiten hier mit Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, bei ihrem Einstieg in das normale Arbeitsleben behilflich zu sein. Meist haben diese jungen Heranwachsenden keinen Schulabschluss, ein mangelndes Selbstwertgefühl und oft auch kein ausreichendes Selbstbewusstsein. Langeweile, zuviel Zeit und kaum ausreichende soziale Kontakte lassen sie auf „dumme Gedanken“ kommen.
Mit sehr viel Geduld und Fingerspritzengefühl von Iris Kraatz und Rüdiger Wacknitz muss versucht werden, ein Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen aufzubauen. Geduld ist eine wichtige Voraussetzung, um gemeinsam ein Ziel anzustreben und sie auf diesem Weg zu begleiten.
Gemeinsam suchen Iris Kraatz und Rüdiger Wacknitz nach sinnvollen Lösungen. Referenten werden mit dieser kostenintensiven Arbeit betraut. Soziales Kompetenztraining und Antiagressionstraining werden in Gruppen geübt, Rollenspiele sollen hierbei helfen.
Zum anderen werden die jungen Leute vom Gericht aufgefordert, ihre Strafe in Form von Arbeitsstunden in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Altenheimen, Kirchen und so weiter zu leis­ten.
Hier halten die Vertrauenspersonen der Seesener Brücke Kontakt zu den Einrichtungen, und führen Gespräche mit den Jugendlichen über ihre Tätigkeit in wöchentlichen Abständen. Es läuft nicht immer alles so wie sich das der junge Heranwachsende vorstellt. Aber Zuhören und immer wieder Motivieren sind das „A“ und „O“ in den anschlie­ßenden Gesprächen.
Da die Referenten entsprechende Honorare bekommen, und die Räumlichkeiten in der Seesener Brücke eine angenehme Atmosphäre vermitteln sollen, haben sich die Mitglieder der ASF-Frauen für eine Spende in Höhe von 530 Euro ausgesprochen, um die Mitarbeiter der Seesener Brücke bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Dieser Erlös kam Anfang November bei der Aktion „zu Schade für den Müll“ zustande.