Asklepios Kliniken Seesen nehmen an „Aktionstag gegen den Schmerz“ teil

Veranstaltungsort: Asklepios Kliniken Schildautal, Karl-Herold-Str.1, 38723 Seesen

Am 02.06.2015 findet bundesweit der „Aktionstag gegen den Schmerz“ mit Veranstaltungen und Vorträgen an zahlreichen Standorten statt. In diesem Rahmen lädt die Klinik für Neurochirurgie der Asklepios Kliniken Schildautal Seesen zu dem Vortrag „Modulationsverfahren in der neurochirurgischen Schmerztherapie“ um 18:00 Uhr ein.

Die Veranstaltung richtet sich an Patienten mit chronischen Schmerzen und alle Interessierten. Dr. Saß, Schmerzspezialist der Klinik für Neurochirurgie wird in seinem Vortrag auf spezielle Möglichkeiten der Schmerzbehandlung durch Neurostimulation sowie rückenmarksnahe Medikamenteninfusion eingehen und im Anschluss der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung stehen.

Am Aktionstag gegen den Schmerz macht die Deutsche Schmerzgesellschaft mit Unterstützung von weiteren Schmerzorganisationen, Pflegeverbänden und auch Apotheken auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in über 500 Praxen, Kliniken und Apotheken Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Erstmalig in 2015 beteiligen sich auch Pflege-Schmerzexpertinnen und –experten.

Als Extra-Service stehen am 2. Juni 2015 in der Zeit von 9:00 – 18:00 Uhr mehrere Dutzend Schmerztherapeuten an einer kostenlosen Telefonhotline (Tel: 0800-18 18 120) den Schmerzpatienten Rede und Antwort.

„In der Neurochirurgie verfügen wir über gute Therapiekonzepte, die in vielen Fällen helfen können, den Schmerz zu lindern“, so Herr Saß. „Vor einer neurochirurgisch operativen Therapie sollte eine gründliche Abklärung der Schmerzursachen und der besonderen Lebenssituation des Patienten erfolgen. Hier ist insbesondere eine fachübergreifende Zusammenarbeit aller Professionen wichtig, so wie sie in unserem Klinikum gegeben ist. Uns macht Sorge, dass die Patienten häufig unnötig lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirren, bevor sie den Weg zu uns finden“, so der Schmerzexperte.

Dies ist auch das Kernanliegen von Prof. Dr. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, der mit über 3.300 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Das Thema „Schmerz“ muss in Bund und Ländern TOP-Thema in der Gesundheitspolitik werden“, fordert Schmerzpräsident Prof. Dr. Schäfer. Details dazu erörtert die Deutsche Schmerzgesellschaft regelmäßig unter anderem im Nationalen Schmerzforum, das zentrale Akteure jährlich zusammenführt (vgl. www.nationales-schmerzforum.de ).

Etwa 23 Mio. Deutsche berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl der Patienten mit chronischen, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

„Wir versuchen in Seesen mit unseren spezialisierten Therapieangeboten einen Beitrag zur umfassenden und erfolgreichen Behandlung dieser Patienten zu leisten.“ schließt Dr. Saß mit Hinweis auf den kommenden Dienstag.

02.06.2015 von 18:00 – 19:00 Uhr
„Modulationsverfahren in der neurochirurgischen Schmerztherapie“
Herr B. Saß (Arzt in der Klinik für Neurochirurgie)
Veranstaltungsort: Mehrzweckraum der Asklepios Kliniken Schildautal, Karl-Herold-Str.1, 38723 Seesen