„Auch gezwungener Augenkontakt kann sexueller Missbrauch sein“

Mit 250 Euro unterstützt die Braunschweigische Landessparkasse das Präventionsprojekt der Sehusaschule. Das Projekt beschäftigt sich mit sexuellem Missbrauch unter Jugendlichen.

Päventions-Schulprojekt der Sehusaschule mit Theaterpädagogen durchgeführt / Unterstützung von der Landessparkasse

Die beiden Theaterpädagogen Angelika Henning und Michael Mill, aus Ottensen, führen derzeit eine drei wöchige Szenencollage zur Prävention von sexuellem Missbrauchen mit den Schülern durch. „Das Projekt ist in drei Phasen eingeteilt, in denen die Kinder lernen sollen, dass auch schon gezwungener Augenkontakt zu sexuellem Missbrauch zählen kann“, erklärt Angelika Henning.
Das Schauspiel findet über fünf Wochen verteilt statt. Jeweils mit einer Woche Pause, welche zur Realisierung und Verarbeitung des gelernten Geschehens dient. Im Anschluss steht noch einklärendes Gespräch innerhalb der Gruppe auf dem Plan, wo die Kinder noch weitere Fragen oder Anregungen äußern können. Die fünfte Klasse der Förderschule spielt zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Andrea Bode, verschiedene Szenen nach, wo es vom „einfachen Haare kämmen lassen“, bis hin zur Vertrauens- und Glaubensfrage der Opfer geht. „Dabei fällt auf, dass die Kinder oft nicht innerhalb der Familie, sondern bei Lehrkräften Vertrauen und Hilfe finden“, erläutert Angelika Henning. Durch das Projekt sollen die Kinder lernen, auch mal „Nein“ zu sagen, wenn ihnen etwas unangenehm erscheint oder sie sich zu sehr bedrängt fühlen.
Zur Unterstützung dieser Arbeit überreichte Lisa Jacobs, Vertreterin der Landessparkasse, einen 250 Euro-Scheck an die erste Vorsitzende des Fördervereins der Sehusa-schule, Stephanie Bruhne.