Auf Anhieb unter die Besten 100 der Welt

Magnus Hirschfeld (rechts) und Jörg Kappei in Myrtle Beach: Die beiden hatten trotz der Wettkampfstrapazen einen Riesenspaß.

Rhüdener Magnus Hirschfeld zeigt bei Firefighter Challenge in Myrtle Beach hervorragende Leistung

Seesen / Rhüden (kno). Damit hat der Rhüdener Magnus Hirschfeld wohl selbst in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Da nimmt der passionierte Feuerwehrmann zum allerersten Mal an der Firefighter Combat Challenge teil – und was passiert? Er zieht in die Finalrunde ein, kommt auf Anhieb unter die Top 100, wird hervorragender 14. in seiner Altersklasse und legt so ganz nebenbei auch noch die Europabestzeit hin. In 1:55 Minuten hatte Hirschfeld den Parcours bei dem weltweit härtesten Wettbewerb dieser Art absolviert.
Die Feuerwehrleute hatten einen Parcours mit mehreren Stationen möglichst schnell zu bewältigen. Sie mussten einen 12,5 Meter hohen Turm mit einem 19 Kilogramm schweren Schlauchpaket erklimmen, von dort oben einen ebenso schweren Schlauch heraufziehen, unten wieder angekommen, mit einem vier Kilogramm schweren Hammer ein 72,5 Kilogramm schweres Gewicht 1,50 Meter nach hinten schlagen, danach einen 42,5 Meter langen Parcours durchlaufen, mit einem mit Wasser gefüllten angekuppelten Schlauch wieder zurücklaufen, ein Hindernis umspritzen und schließlich noch einen fast 80 Kilogramm schweren Dummy im Rautek-Griff bis zum Ziel ziehen.
In Myrtle Beach an der US-amerikanischen Atlantikküste war also alles andere als Müßiggang angesagt. Zusammen mit Jörg Kappei vertrat Magnus Hirschfeld für das „TFA Team Berlin“ die Seesener Farben in South Carolina. Aus Deutschland hatten sich insgesamt 16 Teilnehmer für die WM qualifiziert. Wie sich hinterher herausstellte, waren Hirschfeld und Kappei die beiden einzigen freiwilligen Feuerwehrleute unter den insgesamt 370 Teilnehmern. Gegen Profis eine solche Leistung – Hut ab!
Als Belohnung darf sich Magnus Hirschfeld, der ja deutlich unter der Zwei-Minuten-Marke blieb, nun auf eine spezielle Lion’s Den-Jacke samt Aufnäher freuen, die natürlich nur vom Wettkämpfer selbst getragen werden darf. Überreicht wird ihm das gute Stück bei der Challenge im kommenden Jahr, also Ende 2012.