Auf dem Arbeitsmarkt schlägt mildes Frühjahr überaus positiv zu Buche

In der Geschäftsstelle Seesen ging die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte auf 8,6 Prozent zu­rück; die niedrigste Quote im Agenturbezirk. Die höchste Quote (11,6 Prozent) meldete die Geschäftsstelle Bad Harzburg. (Foto: bo)
 
Hans-Walter Pallinger: „Erfreuliche Entwicklung“. (Foto: bo)

3,0 Prozent weniger Arbeitslose / Agentur Goslar legt die März-Zahlen vor

Die Arbeitslosenzahl ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Goslar im März deutlich gesunken. Gegenüber dem Februar gab es 241 beziehungsweise 3,0 Prozent weniger Arbeitslose. Das sind 528 beziehungsweise 6,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,9 Prozent. Diese Zunahme entspricht dem Trend in Niedersachsen; landesweit ist die Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozentpunkte gesunken.

Seesen (bo). Durch das milde Frühjahr haben viele Handwerksbetriebe eine gute Auftragslage und stellen früher als sonst Personal ein. Hinzu kommt, dass angesichts der vorherrschenden Fachkräftedebatte eine große Anzahl von Betrieben wieder oder verstärkt Ausbildungsplätze anbietet.
„Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich. Gerade im Ausbildungsstellenbereich haben wir eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Die Arbeitgeber bieten so viele Stellen an wie schon lange nicht mehr. Die Zahl des Ausbildungssuchenden ist dagegen deutlich geringer angestiegen. Jetzt liegt es an den Jugendlichen, sich nicht nur auf einen Beruf festzulegen, sondern auch Alternativen in Betracht zu ziehen. Die Arbeitgeber sollten im Gegenzug versuchen, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben, wenn sie ihre Stellen besetzen wollen“, so Hans-Walter Pallinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Goslar.

Unterbeschäftigung: Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im März 9.880 Personen.
Der Agentur für Arbeit Goslar wurden seit Oktober 2010 802 Ausbildungsstellen gemeldet; das sind 137 oder 20,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz ist ebenfalls gestiegen, allerdings nur um 67 oder 6,5 Prozent. Von den 1.096 Bewerbern suchen noch 535 einen Ausbildungsplatz; dem stehen 553 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber.
Im März hat die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen zugenommen.

• Arbeitslosengeld I (Sozialgesetzbuch III): Bei der Agentur für Arbeit Goslar (Arbeitslosengeld I) sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 185 beziehungsweise 8,2 Prozent auf 2.064 und liegt um 662 niedriger als im März 2010.

• Arbeitslosengeld II (Sozialgesetzbuch II) 2.1 Arbeitslosengeld II im Landkreis Goslar: Im Bereich des JobCenters Goslar waren im März 5.053 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit nahm die Zahl um 50 oder 1,0 Prozent im Vergleich zum Februar ab. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr beträgt 121 Personen oder 2,5 Prozent. Insgesamt bezogen im März 10.205 Personen Arbeitslosengeld II und bildeten 7.525 Bedarfsgemeinschaften.
Der Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger an allen Arbeitslosen liegt somit bei etwa 74 Prozent.

• Arbeitslosengeld II im Agenturbezirk Goslar: Da der Agenturbezirk Goslar nicht nur den Landkreis Goslar umfasst, erhöht sich die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger noch.
Bei den für das Arbeitslosengeld II zuständigen Trägern (JobCenter und Optionskommune) nahm die Zahl der Arbeitslosen ab, und zwar im Vergleich zum Vormonat um 56 beziehungsweise 1,0 Prozent auf 5.737.